Musik im Februar: Aurora

27. Februar 2017

in


Bildquelle: http://eschveni.com/video/die-norwegische-woelfin

Vor einigen Wochen hat mir eine Freundin bei einem gemütlichen Abend Aurora vorgespielt. Der erste Song, den ich hörte war Murder Song. Ich saß da, fasziniert von dieser Stimme. Und diesem tollen Video. Dann kam das nächste Lied, eine andere Band und irgendwie habe ich sie wieder vergessen. Vor einiger Zeit suchte ich dann nach Musik, um für meine Bewerbungsmappe zu arbeiten und bin durch Zufall bei Aurora hängen geblieben. An ihrer zarten und doch kraftvollen Stimme, diesen wunderbaren Texten und Interpretationen.


WER SINGT?
Aurora Aksnes ist 19 Jahre und ist in Bergen, Norwegen aufgewachsen. Mit sechs Jahren hat sie angefangen Melodien zu schreiben, mit neun kamen die Texte dazu. In einem Interview erzählte sie, dass  sie ein sehr sensibles Kind war und die Musik schon sehr früh als eine Art Ventil für sich entdeckte. Die Songs schrieb sie für sich selbst und hatte nie daran gedacht sie mit anderen Menschen teilen. Bis ihre Mutter Aurora folgenden Rat gab: ‚That music that help someone should not be kept to yourself.‘ In der wunderbar aufgenommenen Kurzdokumentation über sich selbst sagt Aurora: '[…] I discovered all of my greatest weapons in life, words. And I never stopped. Music is not something you should keep for yourself. It can’t be put in a cage. Because it’s wild and alive.'

WAS?
Auroras Musik ist wie sie selbst – mhystisch, wunderschön und irgendwie aus einer anderen Welt. Ihre besondere Stimme, die wirklich und tatsächlich zart und stark ist, trifft auf pulsierende Beats und Synthie-Elemente. Und dass man sich beim bloßen Zuhören in tiefen Wäldern und Fjorden wiederfindet, ist auch nicht mehr weiter verwunderlich.

EINE KLEINE HÖRPROBE:



DIE ERWÄHNTE DOKUMENTATION:



[Quellen: https://www.youtube.com/watch?v=KoPVVeF2I1E https://www.youtube.com/watch?v=4vdBorK67tk]

Serie: where the succulents grow

3. Februar 2017

in

Vor einigen Wochen habe ich den wunderschönen botanischen Garten der Tu Dresden für mich entdeckt. Zunächst nur mit Skizzenbuch und Federtasche bewaffnet, später dann mit einer Kamera. Weil es so unglaublich schön, hell und warm ist. Das darf man bei den winterlichen Temperaturen auf keinen Fall außer Acht lassen. Und weil ich zur Zeit wieder viel Spaß am Fotografieren und Bearbeiten habe und die liebe Hang für ihren Blog Timeless [schaut mal vorbei] auch immer mal wieder Bilder braucht, haben wir eine kleine Session im Sukkulentenhaus eingelegt. Die anderen Gewächshäuser, die der Botanische Garten zu bieten hat, sind auch sehr schön und vor allem im Tropenhaus ist es so kuschelig warm, dass man sich sofort aus von allen Zwiebelschichten befreien kann, aber das Sukkulentenhaus hat es mir dann doch mehr angetan. Aber seht selbst (:

Keine Kompromisse

20. Januar 2017

in
Als das neue Jahr begann, stand ich, umgeben von Menschen, auf einer Anhöhe und schaute dem Feuwerk zu. Meine Freundinnen hatte ich kurz zuvor zwischen den anderen Leuten verloren, weil ich so lange in den Himmel geschaut hatte. Und für einen ganz kurzen Moment die Zeit still stand. Zumindest fühlte es sich so an. Und als die Zeiger das letzte Mal im alten Jahr auf die zwölf zeigten und das neue Jahr beginnen ließen, schossen sie in die Höhe. Die Raketen, das Feuerwerk. Und in diesem Moment gab es nichts anderes als mich und den Himmel und das Lächeln auf meinem Gesicht.

Manchmal ist das Leben einfach seltsam. Da hat mein eine grobe Richtung eingeschlagen, weiß ungefähr wie das Ziel aussieht und kommt auf einmal nicht mehr voran. Weil da ein riesiger Fels mitten auf dem Weg liegt, gekommen aus dem Nichts. Und plötzlich ist alles ganz anders. Dieser blöde Fels lässt sich weder schieben, noch anheben und versperrt einfach den ganzen Weg, dem man die ganze Zeit gefolgt ist. Und dann bleibt einem nichts anderes übrig, als kreativ zu werden und sich einen neuen Weg zu bahnen. Was oft so viel leichter gesagt, als getan ist. Zwischen Weihnachten und Neujahr sind die Tage meistens ein bisschen seltsam. Sie stehen auf der Schwelle zum neuen Jahr, sind noch erfüllt von weihnachtlicher Stimmung, ein bisschen Melancholie und Vorfreude. Für mich waren sie trotzdem ein bisschen anders. Aus einem wir wurde ein Du und ein Ich. Auch wenn ich viele private Dinge auf meinem Blog außen vor lasse, kommt es mir seltsam vor einfach wie bisher weiter zu machen. Ich schlachte mein Leben nicht online aus und lasse aller Welt daran teil haben, aber sur la lune gehört zu mir und wenn ich Texte oder Poetry Slams schreibe, die vielleicht nicht gerade über die Freuden des Lebens sind, dann wisst ihr eben Bescheid.

Eine Sache, die mir Ende 2016 klar wurde ist, dass ich mein Studium nicht fortführen möchte. Wer diesen Blog schon länger liest weiß, dass mein kleines chaotisches Herz eigentlich für Kunst und Design schlägt - und nicht für Wissenschaft und pure Theorie. Dieses Studium, Medienforchung- und praxis, ist einfach nicht das, was ich für mich möchte. Ich bin froh, dass ich mich der Entscheidung endlich gestellt habe und jetzt neue Pläne in Angriff nehme. Ich werde mich an verschiedenen Hochschulen und Unis für Kommunikationsdesign bewerben und alles geben, um das Beste aus meiner Bewerbungsmappe heraus zu holen. Das heißt ich gehe momentan nicht zur Uni und ich werde auch keine Prüfungen schreiben. Badummtss. Stattdessen nutze ich die freie Zeit, um mir einige Hochschulen anzusehen, Ausstellungen zu besuchen und, wie gesagt, an meiner Mappe zu arbeiten.

Wenn ich 2016 etwas gelernt habe, dann ist es keine Kompromisse einzugehen bei dem, was man wirklich von ganzem Herzen will. Sich nicht mit Plan B zufrieden zu geben, wenn es eigentlich einen Plan A gibt. Und sich auch nicht davon verunsichern zu lassen, welche Folgen diese Entscheidung haben könnte. Auch nicht davon, was andere Menschen davon halten könnten. Auf Lous Instagramaccount las ich neulich folgenden Spruch: "Manchmal verstehen die Menschen deinen Weg nicht. Müssen sie auch nicht. Es ist nicht ihrer." Das ist so wahr und bestärkend zugleich. Nur du selbst entscheidest, was du mit deinem Leben anfangen willst. Der riesige Felsbrocken liegt zwar immer noch meinem Weg. Aber ich stehe nicht mehr verzweifelt und ängstlich davor, sondern sehe mich nach neuen Möglichkeiten um. Und ich weiß, dass es nicht darum geht irgendwo anzukommen, " [...] weil der Weg ist das Ziel und im hier und jetzt liegt der Sinn." Manchmal darf man sich auch einfach selbst zitieren (;