Life Update: Zukunft, Studium, Bloggen - die großen 3

25. Juli 2016

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Foto: Marcus Fröhner
Neulich wurde ich gefragt, was ich denn jetzt eigentlich wieder in Leipzig mache. Schließlich sind die Monate als Aupair in Den Haag vorbei und erzählt was ich danach machen werde, habe ich bisher auch nicht. Also gibt es heute ein kleines Update für euch! Wenn ihr Lust habt, dass ich das öfter mache, schreibt es gerne in die Kommentare. Ich habe nämlich gemerkt, dass ich eigentlich gar nicht so viel hier über mich erzähle - beziehungsweise darüber was ich gerade so mache. Also, let's start.

Das war
Einige von euch wissen vielleicht, dass ich Anfang April wieder nach Hause zurück kehrte und mein Aupairjahr vorzeitig abbrach. Das hatte persönliche Gründe, aber kurz gesagt ging es mir einfach nicht mehr gut. Hier habe ich schon  ein wenig darüber geschrieben. Seitdem habe ich die Zeit  zu Hause genossen, angefangen zu kellnern, um Geld für den Sommer zu verdienen und mit meinem Führerschein begonnen. Den habe ich nämlich nicht wie alle anderen in der Schulzeit gemacht - war mir irgendwie zu stressig. Außerdem habe ich mir ein paar Gedanken zum Studieren gemacht und mich schließlich beworben.

Zukunft / Studium
Eigentlich wollte ich immer etwas mit Design studieren. Schließlich liegen in dem Gestaltungsbereich meine größten Interessen und Leidenschaften. Ich habe mich an zwei Hochschulen beworben und wurde an der staatlichen HS abgelehnt und an der privaten HS angenommen. Dort hatte ich mich für ein Stipendium beworben, welches jemand anderes bekam und ich quasi normal angenommen wurde. Aber 700€ pro Monat für Bildung sind einfach nicht möglich für mich. Also habe ich ein bisschen umgedacht und mich anderen Optionen zugewand. Meine Angst war nämlich die, dass ich die ganze Zeit Scheuklappen auf den Augen hatte, weil ich mich stets nur für Design interessiert habe und so nicht sehen konnte, welche Bereiche mich vielleicht auch noch interessieren könnten. Nach einiger Zeit des Überlegens bin ich schließlich bei Medien- und Kommunikationswissenschaften hängen geblieben und habe mich auch dafür beworben - mit dem Gedanken, dass ich mich immer noch im Frühjahr für Design bewerben könnte, sollte es mir gar nicht gefallen. Mit diesem Entschluss habe ich ein ziemlich gutes und sicheres Gefühl, nur manchmal frage ich mich, ob ich damit vielleicht meine Leidenschaft oder gar mich selbst verrate, weil ich nicht weiß, wie viel Zeit mir am Ende noch für all die kreativen Sachen bleiben. Zwar habe ich mich auch für Intermedia in Köln beworben, worauf ich auch ziemlich Lust hätte, aber eigentlich will ich ja in Leipzig bleiben. Ihr seht momentan ist alles noch nicht so ganz sicher, aber ich halte euch auf dem Laufendem.

Bloggen
Was den Blog betrifft, bin ich momentan richtig glücklich! Ich bin wieder viel kreativ und lebe das gerade richtig aus. Habt ihr bestimmt hier schon mitbekommen. Nebenbei schreibe ich auch gerade einige Travelguides zu meinem Sommerurlaub, bearbeite die Bilder (es sind sooo viele!) und in ein paar Wochen wird es für mich einen kleinen Abstecher nach Amsterdam geben.  Ich bin also ganz gut unterwegs, aber sur la lune kommt es auf jeden Fall zu Gute. Es stimmt einfach, dass neue Orte und Menschen einfach so inspirierend sind. Und ich überlege, ob ich vielleicht mal mit euch über Bücher sprechen möchte. Tatsächlich sprechen, so in Videoform. Mal sehen.
Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche!

Ich illustriere dich! {hiphiphurray}

22. Juli 2016

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Es ist weder so, dass heute ein bestimmtes Datum ist oder, dass mein Blog Geburtstagt feiert (verdränge ich jeden April aufs Neue). Man braucht nicht immer einen besonderen Tag, um etwas besonderes zu machen. Eben hatte ich die grandiose Idee - und ich lobe mich mal an der Stelle selbst - dass ich einen oder vielleicht auch mehrere von euch illustrieren möchte!

Wieso, weshalb, warum?
Ich bin gerade in einem kreativen Flow, irgendwie. Abgesehen davon, dass ich wieder viel fotografiere und noch mehr darüber lernen möchte, brauche ich wieder ein Projekt für meine Illustrationen. Ihr wisst ja vielleicht, dass  ich von einem eigenen Shop träume. Und deshalb will ich endlich loslegen und mal Macher statt Träumer sein! Mir schwirren zwar schon viele Ideen durch den Kopf, aber ich will gerne bei dir anfangen.

Wie kann ich mitmachen?
Machen wir es ganz unkompliziert. Sei Leser meines Blogs oder folge mir auf Facebook / Instagram und schreib mir in einem Kommentar, deine Email-Adresse und welche 3 Dinge du am liebsten magst. Egal ob Zitronensorbet, Pandas und Regenbögen oder die Weasleys, Meer und Punkte. Ich möchte einfach schon ein bisschen über dich Bescheid wissen. Easy Peasy.

Wenn du keinen Googlemail-Account hast?
Dann machst du einfach auf Facebook mit!

Wie läuft das ab?
Der Zufall entscheidet, ich schreibe dir und du antwortest.
Und dann hast du dich bald selbst zu Hause an der Wand hängen. Wenn dir der Gedanke gefällt, dann lass doch einen Kommentar da!

*Eine Zeitbegrenzung gibt es nicht.*

"Das Leben ist nicht zum Glücklichsein."

18. Juli 2016

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Es ist ein grauer und regnerischer Sonntagnachmittag und ich bisher habe ich wieder nichts nützliches gemacht. Das Bett ist noch unordentlich vom Morgen, die Klamotten liegen wie eine Spur nur ohne Leidenschaft auf den Holzdielen und auf dem Schreibtisch lagert ein unordentliches Gemenge aus Pinseln, Farbtuben und Stiften. Ich sitze am Fenster, durch das die Kälte zieht, aber die Heizung wärmt immerhin meine Beine. Eigentlich müsste ich den Müll rausbringen, aufräumen und vielleicht Sport machen, aber ich habe keine Lust. Also fahre ich meinen Laptop hoch und klicke auf das blaue Symbol mit dem weißen S und rufe A an. A ist der Mensch, mit dem man Gespräche führen kann, so tief, dass man meint auf dem Grund des Meeres anzukommen. Mit ihr sind die Unterhaltungen echt und wir ergänzen unsere Gedanken mit den Worten, die wir aussprechen von ganz allein. Das klingt alles so geschönt und hoch gestochen, aber kennt ihr das? Mit echten Menschen befreundet zu sein?  Oder es nicht zu sein? 

In der Schulzeit, als wir alle noch aufeinander hockten und uns jeden Tag sahen ist er mir schon aufgefallen. Der Unterschied zwischen den Menschen, die echt sind und die, die es nicht sind. Dass sind diejenigen mit denen man sich nur über Oberflächliches sprechen kann und manche Konversationen schon öfter geführt hat. Die Menschen, die sich mit dir treffen, um sagen zu können, sich mit dir getroffen zu haben, die dir aber selbst nichts von Substanz zu sagen haben. Die Menschen, die scheinbar immer gut drauf sind und sich mit jedem verstehen wollen, aber wahrscheinlich dabei nicht ganz sie selbst sind. 

Sie sitzt auf ihrem Bett in einer Wohnung in Bordeaux, hinter ihr eine kahle Wand. Wir haben schon länger nicht mehr geschrieben - ihr Handy ist wieder mal kaputt und so ist unser Kontakt ein wenig beschränkt. Aber das geht, Australien haben wir ja immerhin auch schon überstanden. Sie sieht traurig aus beginnt zu erzählen. Vom Leben, ihren Träumen und Ängsten und wirkt irgendwie müde. "Weiß du, D hat in Australien gesagt, dass das Leben nicht zum Glücklichsein ist. Und ich war total fertig deswegen. Denn wenn ich mir einen Sinn für das Leben ausdenken müsste, dann wäre es das Gefühl, das man hat, wenn ganz tief berührt ist vor Glück und Freude und Inspiration. Ich war so naiv. Ich dachte ich gehe für ein Jahr nach Bordeaux, baue mir als Aupair etwas neben bei auf und bleibe dann hier, um zu studieren. Und jetzt habe ich keinen Job, kann mir mein Zimmer kaum leisten, hier sind nicht meine Menschen und es ist einfach scheiße. Aber weißt du was ich jetzt begreife? Das Leben ist wirklich nicht zum Glücklichsein." Ich sehe sie nachdenklich an. "Es heißt ja nicht, dass du nicht glücklich sein darfst oder es nicht bist, aber das Meiste lernt man in den schwierigeren Teilen des Lebens und nicht, wenn es einem gut geht. Ich habe es so zu schätzen gelernt was es heißt ein zu Hause zu haben, Freunde, die für dich da sind und denen du einfach blind vertrauen kannst. Ich hatte immer Fernweh und wollte weg und jetzt weiß ich, dass ich nicht unbedingt einen anderen Ort braucht, um glücklich zu werden." Sie hat Recht, denke ich. Man kommt im Leben nicht voran, wenn man nicht lernt. Und woraus kann man besser lernen, als aus Situationen, in denen man nicht unbedingt glücklich ist, in denen man merkt, dass es noch andere Wege gibt, die man wählen kann. Dinge zu schätzen lernt, die man für selbstverständlich angesehen hat. Und Antworten auf Fragen zu finden, die man sich vorher gar nicht gestellt hat.

Ich sehe sie an und weiß, dass sie in einer wirklich beschissenen Situation ist. Dass es ihr nicht gut geht und sie so zu sehen tut mir weh. Aber ich weiß, dass es auch wieder bergauf geht, dass sie die Lage stärker macht und sie mit den gewonnenen Erkenntnissen glücklich sein wird. Denn Glück hält nicht auf Lebensdauer an und, wenn man es sehen lernt, dann muss man es ergreifen und genießen.