24 Stunden in Luxemburg

28. Juni 2016

in
Vor ein paar Tagen bin ich mit zwei Freundinnen relativ spontan nach Luxemburg gefahren. Der Grund war, dass A an der Universität dort angenommen wurde und sich den Campus und die Stadt genauer ansehen wollte. Und da ich insgeheim beschlossen habe, jede Möglichkeit zu nutzen, die sich mir für das Reisen bietet, musste ich gar nicht lange überlegen. J entschloss sich kurzfristig auch mitzufahren und so machten wir uns zu dritt auf den Weg. Wir fuhren ungefähr sieben Stunden von Leipzig nach Luxemburg, aber mit Freunden, Musik und einem großen Korb voller Essen ging die Zeit ganz gut herum. Wir wollten nicht gleich nach Esch-sur-Alzette, wo unser Airbnb-Zimmer lag, sondern den Abend noch ein wenig nutzen, um einen Eindruck von der Stadt Luxemburg zu bekommen.

Die Luft war warm, die Straßen voller ausgelassener Menschen, die langsam zu einer Masse verschmolzen, je näher wir dem Stadtinneren kamen. Überrascht von so vielen Leuten, Musik und Seifenblasenpistolen, sahen wir uns um und begriffen, dass die Luxemburger in ihren Nationalfeiertag rein feierten. Wir wussten vorher weder, dass am nächten Tag ein Feiertag war, noch dass dieser so groß zelebriert wurde. An jeder Ecke gab es kleine Bars, die Cocktails verkauften und egal wohin wir gingen, die Musik begleitete uns auf Schritt und Tritt.

Wie sich heraus stellte wurde überall groß gefeiert, denn als wir spät abends in Esch ankamen, war noch so viel los, dass wir fast zwei Stunden nach einem Parkplatz suchen mussten. Später wurde uns klar, dass es in Esch generell einen Mangel an Parkplätzen gibt und dass auch nur Touristen auf die 2h Tickets herein fallen.. denn kostenlose Plätze zum Parken sind quasi null existent. Unser Zimmer lag dann auch nicht wie angekündigt über einem Café, sondern über einer Taverne, die bis spät in die Nacht geöffnet war und ich so erst nach einigen Stunden in den verdienten Schlaf fallen konnte. Auch die Sanitäranlage war nicht der Brüller, weshalb ich dir das Zimmer für einen Urlaub nicht empfehlen möchte, aber für zwei Nächte konnten wir damit leben.

Am Donnerstag erkundeten wir dann Luxemburg nochmal richtig. Im Gegensatz zum Abend davor war kaum etwas los, alle Läden waren geschlossen und die Sonne schien heiß auf uns herunter. Vom Bahnhof liefen wir Richtung Zentrum (Offtopic: das Zugticket kostete uns für einen ganzen Tag nur 4€, yay!) und bemerkten, dass die Stadt ihr ganz eigenes Flair hat. Ich muss zugeben, dass ich mich vor der Reise nur flüchtig mit Luxemburg beschäftigt habe, aber ich war erstaunt über die ganzen Grünflächen und den plateuartigen Aufbau der Stadt. Die Häuser bilden abseits von den größeren Plätzen und der Einkaufsstraße immer wieder kleine Gassen, die mich ein wenig an Italien erinnerten.

Da - wie gesagt - alle Geschäfte geschlossen waren, kann ich dir leider kein bestimmtes Café oder schöne Shops zeigen, aber es empfiehlt sich einfach mal mit einem Stadtplan in der Hand die Straßen entlang zu laufen und Plätze zu erkunden. Eine tolle Aussicht hat man vom Schönsten Balkon Europas oder auch von den großen Brücken, die ins Zentrum führen.

Der Donnerstag hat sich in Luxemburg auf jeden Fall gelohnt. Ich finde, dass es immer wieder schön ist das Leben woanders zu entdecken - auch wenn sich die Zeit auf nur knapp 24 Stunden belief, die wir nutzen konnten. Einfach zu laufen, Eis zu essen und sich auch mal im Park auszuruhen.. Da merkt man, dass es oft gar nicht so viel braucht, um los lassen zu können.