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Blick ins Skizzenbuch: Oktober 2017



Hej ihr Lieben! Jetzt bin schon seit knapp drei Wochen in Berlin und langsam fühle ich mich schon ziemlich so als würde ich ankommen. Bisher ist in der Uni noch nicht all zu viel passiert (kommt dann sicher alles geballt, promised), aber es ist so schön, dass man jeden Tag neuen Input bekommt und sich mit den vielen lieben Menschen über kreative und alltägliche Dinge austauschen kann. Da wir erst jetzt die erste reguläre Unterrichtswoche haben, blieb mir in den Wochen davor immer ein bisschen Zeit zum Malen und weil ich Lust habe, möchte ich euch zeigen, was ich bisher im Oktober fabriziert habe:









Vor allem diese Skizze, inspiriert von @sophievstheuniverse (einfach ein bisschen scrollen, ich liebe ihren Account), hat es mir besonders angetan und ich bin ehrlich gesagt noch nicht ganz zufrieden mit den umgesetzten Arbeiten.. Ich habe immer wieder das Gefühl, dass ich meinen Illustrationsstil noch nicht gefunden habe, was vollkommen okay ist, mich aber manchmal ärgert, weil ich so gut wie nie zufrieden mit dem Ergebnis bin. Vielleicht kennt ihr das ja :D Aber der einzige Weg, der zum Ziel führt ist üben, üben und nochmal üben. Und vor allem: immer wieder Neues ausprobieren.


Aquarellfarben & Fineliner


Herbstmädchen, Skizze



Abgesehen davon habe ich gemerkt, dass mir das Arbeiten auf größeren Formaten (hier A3) zur Zeit viel mehr Spaß macht. Meistens halte ich mich an Formate wie A4 oder kleiner, was bei mit kleinen Details manchmal schwierig wird. Auf meiner Einkaufsliste stehen deshalb auf jeden Fall große Papierbögen. Und noch viel mehr, wenn ich so darüber denke. Wie dem auch sei, das waren meine bisherigen Zeichnungen im Oktober! Gefällt euch so was? 

I'm leaving my home town, again - ein zweiter Abschied


Es ist Zeit für einen zweiten Abschied. Und irgendwie fühlt es sich seltsam an diese Worte zu tippen. Seit dem ich nach meinen Eignungsprüfungen für Kommunikationsdesign zurück nach Leipzig - nach Hause - gezogen bin, habe ich mich langsam wieder hier eingenistet. Mein altes Zimmer hat sich meine kleine Schwester unter den Nagel gerissen und ich stand zu Beginn in einem Raum, der nicht wirklich ich war. Möbel, Sachen ... Dinge, mit denen ich mich nicht mehr identifizieren konnte. Es wäre verrückt gewesen mein Zimmer für ein halbes Jahr, in dem ich darin lebe, komplett umzugestalten. Aber mit ein paar Fundstücken, Bildern und Lichterketten fühle ich mich mittlerweile richtig wohl. Manchmal braucht es gar nicht so viel. Und es ist verrückt, wie schnell man sich gewöhnt. An einen neuen Alltag, an die Arbeit beim Praktikum, daran fast jeden Tag kreativ arbeiten zu können und wieder jede Woche die Freunde zu treffen, mit denen ich schon in der Schule zusammen saß. 

Irgendwie habe ich den letzten Monaten meine Heimatstadt nochmal richtig lieben gelernt. Im Sommer ist sowie so alles schöner, mit dem weichen Abendlicht, den Sonnenuntergängen am See... wenn man sich mit Decke und Snacks in den nächsten Park legt, im Sommerkino neben den richtigen Menschen sitzt oder einfach auf dem Dach liegt und in die Sterne schaut, auch mit dem richtigen Menschen. Ich weiß, all dass kann ich auch woanders machen. Aber dieses Heimatgefühl, das mich diesen Sommer begleitet hat, hat mich richtig glücklich gemacht. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn das Herz plötzlich ganz weit wird und man merkt, wie glücklich man gerade ist? Solche Momente.

Und jetzt breche ich meine Zelte ab. Und es geht von Dresden nach Leipzig nach Berlin. Ich freue mich unglaublich endlich in diesem Studiengang gelandet zu sein und ich kann es kaum erwarten all die neuen kreativen Menschen kennen zu lernen. Im letzten Jahr habe ich so viel gezweifelt und in Frage gestellt, was meine Zukunft betrifft, aber es ist so beruhigend zu merken, dass vielleicht doch alles aus einem bestimmten Grund passiert. Weil ich sonst nicht da stehen würde, wo ich gerade bin.

Noch einmal tief Luft holen, die letzten Kisten packen und auf geht es.

Ich freue mich auf's Ankommen.




Fotos: Marcus Fröhner

Fotografie: Jasmin in Luxemburg


Ich schaue mir diese Bilder an und bin tatsächlich ein bisschen stolz. Vor einem Jahr waren wir für ein paar Tage in Luxemburg, sind mit einem Auto voller Essen, ein paar Sachen und dröhnender Musik los gefahren. Ein paar Tage vorher hatten wir uns erst ein Zimmer gebucht. In Luxemburg aßen wir das teuerste leckerste Eis, schlenderten durch kleine Gassen und fotografierten. Die Fotos habe ich gerade auf meiner Festplatte wieder gefunden und ich bin so froh über die Momente, die ich einfangen konnte. Weil sie so echt sind, das macht es irgendwie besonders. Ich fotografiere gerne Menschen, am liebsten würde ich es öfter machen, aber ganz selten sind da so ehrliche Bilder dabei. Wir waren alle müde und fertig von der langen Fahrt und zu wenig Schlaf, aber dieses bestimmte Gefühl sich einfach in ein kleines Abenteuer zu stürzen und die Tage einfach so zu leben, wie sie eben kommen würden, das war da. Zwischen Menschenmengen und ruhigen Gassen, warmen Sommertagen und lauen Nächten, der suchende Blick durch die Kamera und die Finger am Auslöser. Danke, Jasmin.