Serie: where the succulents grow

3. Februar 2017

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Vor einigen Wochen habe ich den wunderschönen botanischen Garten der Tu Dresden für mich entdeckt. Zunächst nur mit Skizzenbuch und Federtasche bewaffnet, später dann mit einer Kamera. Weil es so unglaublich schön, hell und warm ist. Das darf man bei den winterlichen Temperaturen auf keinen Fall außer Acht lassen. Und weil ich zur Zeit wieder viel Spaß am Fotografieren und Bearbeiten habe und die liebe Hang für ihren Blog Timeless [schaut mal vorbei] auch immer mal wieder Bilder braucht, haben wir eine kleine Session im Sukkulentenhaus eingelegt. Die anderen Gewächshäuser, die der Botanische Garten zu bieten hat, sind auch sehr schön und vor allem im Tropenhaus ist es so kuschelig warm, dass man sich sofort aus von allen Zwiebelschichten befreien kann, aber das Sukkulentenhaus hat es mir dann doch mehr angetan. Aber seht selbst (:

Keine Kompromisse

20. Januar 2017

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Als das neue Jahr begann, stand ich, umgeben von Menschen, auf einer Anhöhe und schaute dem Feuwerk zu. Meine Freundinnen hatte ich kurz zuvor zwischen den anderen Leuten verloren, weil ich so lange in den Himmel geschaut hatte. Und für einen ganz kurzen Moment die Zeit still stand. Zumindest fühlte es sich so an. Und als die Zeiger das letzte Mal im alten Jahr auf die zwölf zeigten und das neue Jahr beginnen ließen, schossen sie in die Höhe. Die Raketen, das Feuerwerk. Und in diesem Moment gab es nichts anderes als mich und den Himmel und das Lächeln auf meinem Gesicht.

Manchmal ist das Leben einfach seltsam. Da hat mein eine grobe Richtung eingeschlagen, weiß ungefähr wie das Ziel aussieht und kommt auf einmal nicht mehr voran. Weil da ein riesiger Fels mitten auf dem Weg liegt, gekommen aus dem Nichts. Und plötzlich ist alles ganz anders. Dieser blöde Fels lässt sich weder schieben, noch anheben und versperrt einfach den ganzen Weg, dem man die ganze Zeit gefolgt ist. Und dann bleibt einem nichts anderes übrig, als kreativ zu werden und sich einen neuen Weg zu bahnen. Was oft so viel leichter gesagt, als getan ist. Zwischen Weihnachten und Neujahr sind die Tage meistens ein bisschen seltsam. Sie stehen auf der Schwelle zum neuen Jahr, sind noch erfüllt von weihnachtlicher Stimmung, ein bisschen Melancholie und Vorfreude. Für mich waren sie trotzdem ein bisschen anders. Aus einem wir wurde ein Du und ein Ich. Auch wenn ich viele private Dinge auf meinem Blog außen vor lasse, kommt es mir seltsam vor einfach wie bisher weiter zu machen. Ich schlachte mein Leben nicht online aus und lasse aller Welt daran teil haben, aber sur la lune gehört zu mir und wenn ich Texte oder Poetry Slams schreibe, die vielleicht nicht gerade über die Freuden des Lebens sind, dann wisst ihr eben Bescheid.

Eine Sache, die mir Ende 2016 klar wurde ist, dass ich mein Studium nicht fortführen möchte. Wer diesen Blog schon länger liest weiß, dass mein kleines chaotisches Herz eigentlich für Kunst und Design schlägt - und nicht für Wissenschaft und pure Theorie. Dieses Studium, Medienforchung- und praxis, ist einfach nicht das, was ich für mich möchte. Ich bin froh, dass ich mich der Entscheidung endlich gestellt habe und jetzt neue Pläne in Angriff nehme. Ich werde mich an verschiedenen Hochschulen und Unis für Kommunikationsdesign bewerben und alles geben, um das Beste aus meiner Bewerbungsmappe heraus zu holen. Das heißt ich gehe momentan nicht zur Uni und ich werde auch keine Prüfungen schreiben. Badummtss. Stattdessen nutze ich die freie Zeit, um mir einige Hochschulen anzusehen, Ausstellungen zu besuchen und, wie gesagt, an meiner Mappe zu arbeiten.

Wenn ich 2016 etwas gelernt habe, dann ist es keine Kompromisse einzugehen bei dem, was man wirklich von ganzem Herzen will. Sich nicht mit Plan B zufrieden zu geben, wenn es eigentlich einen Plan A gibt. Und sich auch nicht davon verunsichern zu lassen, welche Folgen diese Entscheidung haben könnte. Auch nicht davon, was andere Menschen davon halten könnten. Auf Lous Instagramaccount las ich neulich folgenden Spruch: "Manchmal verstehen die Menschen deinen Weg nicht. Müssen sie auch nicht. Es ist nicht ihrer." Das ist so wahr und bestärkend zugleich. Nur du selbst entscheidest, was du mit deinem Leben anfangen willst. Der riesige Felsbrocken liegt zwar immer noch meinem Weg. Aber ich stehe nicht mehr verzweifelt und ängstlich davor, sondern sehe mich nach neuen Möglichkeiten um. Und ich weiß, dass es nicht darum geht irgendwo anzukommen, " [...] weil der Weg ist das Ziel und im hier und jetzt liegt der Sinn." Manchmal darf man sich auch einfach selbst zitieren (;

Driving home for christmas

23. Dezember 2016

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Während ich diesen Text schreibe, sitze ich im Zug auf dem Weg in die Heimat. Die Sonne strahlt durch das Fenster, der Himmel ist blau – fast wolkenlos und ich verabschiede mich schon mal von dem Gedanken an ein weißes Weihnachsfest. Wirklich, wenn ich mir jetzt was wünschen könnte, dann wäre es Schnee. Ich mag diese besinnliche Stille, das leise Knirschen unter den Schuhen und das Glitzern, wenn Licht auf die kleinen Kristalle fällt. Aber gut, dann eben kein Schnee. Dafür ganz viel Vorfreude auf die lieben Menschen, die zu Hause auf mich warten und die gemütlichen Weihnachtstage, die kommen werden. Tatsächlich bin ich so erfüllt von Vorfreude, dass ich im Zug leise Driving home for christmas vor mich hersumme und bestimmt sogar dem Grinch ein Lächeln ins Gesicht zaubern könnte. Hoffentlich können mich meine Mitmenschen noch ertragen bei der ganzen Euphorie…

Normalerweise denke ich mir jedes Jahr im Dezember, wie schnell doch dieses Jahr wieder vergangen ist. Dann werde ich gerne etwas melancholisch darüber, dass all die schöne Zeit nun in der Vergangenheit liegt und das neue Jahr so ungewiss auf mich herein stürtzen wird. Aber dieses Jahr ist es irgendwie anders. 2016 war ein unglaublich durchmischtes Jahr. Es gibt Momente, die ich nie vergessen werde, weil sie so schön sind. Und es gibt Momente, die mich begleiten und noch ein wenig an mir nagen werden. 2016 war nicht immer einfach. Für mich nicht und für viele andere Menschen auch nicht. Und genau deshalb freue ich mich so sehr nach vorne zu schauen und mit einer bestimmten Gewissheit das neue Jahr zu beginnen. Ich weiß, dass für viele der 31. Dezember ein Tag ist wie jeder andere  - nur mit der Gewissheit am nächsten Tag verkatert im Bett zu liegen und versuchen die Geschehnisse der letzten Nacht zu rekonstruieren. Been there, done that. Genauso weiß ich, dass der erste Tag des neuen Jahres nicht bedeutet plötzlich ein neuer Mensch zu sein und alle Punkte auf der „Vorsätze für das neue Jahr“-Liste (die ich nicht mehr ernst nehmen kann) abzuarbeiten. Aber irgendwie ist es ein wenig magisch. Der Beginn eines neuen Jahres. All die Möglichkeiten, die man sich selbst schaffen kann. Wirklich, ich freue mich. Auf die Zeit, die sowieso kommen wird. Auf Konfettiregen und all die Menschen, die mir so wichtig sind.

Ich wünsch euch eine wunderschöne Weihnachtszeit! Genießt die besinnlichen Tage mit euren liebsten Menschen und das grandiose Essen (; Mit sur la lune wird es dann im Januar weiter gehen. Bis dann! xx