JA, NEIN, VIELLEICHT

Als Antwort auf die Frage, die anscheinend nicht nur ich mir stelle "Blogge ich noch?". Ja, nein, vielleicht? Ich habe es lange nicht gewusst und hundertprozentig sicher bin ich egentlich immernoch nicht, obwohl..
Ich sollte mich erst einmal  erklären. Fangen wir von vorne an.
Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, hatte ich keine Ahung was da auf mich zu kommt. Ich wollte ein kleines Etwas im worldwideweb, um meine Ideen zu sammeln, Schönes zu zeigen und andere Menschen zu inspirieren. Ich weiß noch genau, als ich plötzlich einen Leser hatte. Wahnsinns Gefühl war das, im Ernst. Irgendwann wurden es mehr, die Freude wuchs ebenso und auch der Wunsch, euch allen gerecht zu werden. Ich bastelte stundenlang an Layouts bis in die Nacht hinein und war am Ende trotzdem unzufrieden. Ich wollte regelmäßiger und öfter posten und dabei gleichzeitig qualtitative Posts abliefern - gute Bilder + guter Text. Am liebsten wollte ich alle Bereiche gleichzeitig abdecken - Fotografie, Lifeytsle, Food, Beauty, Travelling, ... Ich wollte gut sein, in dem was ich tat. Hatte mir hohe Ziele gesteckt und ebenso hohe Erwartungen an mich selber gestellt. Doch je länger ich die Sache so handhabte, desto schwieriger wurde es für mich. Desto unzufriedener wurde ich. Posting-Ideen scheiterten bevor sie umgesetzt wurden und ich bloggte immer weniger. Gründe dafür waren nicht nur das allseits bekannte Zeitproblem, sondern auch der Druck. Ich wollte euch unbedingt etwas bieten können, jeder Post sollte etwas hermachen. Und wenn ich dann mal neben der Schule Zeit zum Bloggen bzw. um Ideen auszubauen fand, war oftmals das Licht nicht gut genug für Fotos. Denn meine Freizeit bezog sich fast nur auf Spätnachmittage und abends, wenn das Licht sich schon verabschiedet hatte. Große Misere. Gleichzeitig verlor ich die Lust und das Bloggen war keine Tätigkeit, die mehr Spaß machte, sondern mir Bauchschmerzen bereitete. Denn ihr wart ja noch da und ich wollte euch absolut nicht enttäuschen! Also sagte ich mir "Bloggst du eben wieder, wenn du eine gute Idee hast." Denn je länger ich nicht bloggte, umso besser sollte der Post werden. Aber die Ideen blieben aus. Ich fühlte mich, als würde ich in einem dunklen Raum auf der hoffnungslosen Suche nach dem Lichtschalter herum irren. Ich hörte auf Blogs zu lesen, denn sie machten mir ein unendlich großes schlechtes Gewissen. Im nach hinein glaube ich einfach, dass ich mich zu sehr mit anderen verglichen habe. Ich dachte, die anderen Blogs sind sowieso besser, was sollst du da noch großartig bloggen?
In meiner bewussten Blogpause ist es mir dann irgendwie klar geworden und eigentlich sollte es einfach sein: Man selbst bleiben und damit glücklich sein. Ich habe mich dazu entschieden weiter zu bloggen, mich aber nicht wieder unter so großen Druck zu setzen und auch keine Versprechungen auf mehr Posts, mehr Regelmäßigkeit, mehr irgendwas zu geben. Euch nicht und mir nicht. Denn wenn ich die nicht halten kann, macht es am Ende mehr kaputt, als das es etwas bringt.
Das wollte ich euch schon lange sagen, aber oft habe ich nicht die richtigen Worte gefunden. Vielleicht sind das jetzt auch nicht, aber dann wisst ihr wenigstens Bescheid.