Die Pläne nach dem Abitur


Da einige von euch gefragt haben was ich nun nach dem Abitur mache, schreibe ich heute darüber. Ehrlich gesagt hatte ich lange Zeit keine Ahnung, was ich nach der Schule machen wollte. Letztes Jahr habe ich mir noch gedacht "Okay, du wiederholst das Jahr, einmal mehr Zeit zum Nachdenken" - als ob. Anfang diesen Jahres hatte ich aber immernoch keine zündende Idee. Ich wollte irgendwas kreatives studieren - mehr wusste ich nicht. Durch eine Freundin, die ein Aupair-Jahr in Schweden gemacht hat, bin ich generell auf die ganze Aupair-Sache aufmerksam geworden und habe mich informiert.

Die Idee ein Aupair-Jahr zu machen hat mir immer mehr gefallen, nach dem ich mich auf aupairworld.de belesen habe. Die Seite ist wirklich praktisch und absolut zu empfehlen. Viele Agenturen nehmen Geld, damit man eine Famile kommt, mit der man sich im schlechtesten Fall nicht versteht. Auf Aupairworld können sich zukünftige Aupairs bei Familien bewerben und ebenso anders herum. Es besteht also die Chance sich ein wenig kennen zu lernen. Das hat mir schon mal gefallen. Ich habe mir dann verschiedene Länder ausgesucht, in die ich gehen wollte und ein paar sympathische Familien angeschrieben. Nach ein paar Mails hatte ich meine Lieblingsfamilie gefunden, zu der ich unbedingt wollte. Eine Familie in Den Haag, den Niederlanden.

Wer meinen Instragram-Account verfolgt hat weiß, dass ich im Februar ein paar Tage in Den Haag verbracht habe. Ich besuchte meine Gastfamilie, damit wir uns alle ein bisschen mehr kennen lernen konnten und um sicher zu sein, dass alles gut passt.


Und da alles gepasst hat werde ich ab Agusust für ungefähr ein Jahr in den Niederlanden sein und vier Kinder betreuen. Vermutlich wird das eine kleine Herausforderung für mich, aber ich freue mich schon. Auch weil ich die Kinder ja schon kennen lernen konnte. Meine Familie spricht zwar zum Teil deutsch, aber ich werde trotzdem einen Sprachkurs machen, allein schon um neue Leute zu treffen. Schön ist auch, dass Den Haag sehr nah an der Nordsee liegt - mit dem Fahrrad fahre ich ungefähr 20 Minuten. Alles schon ausprobiert. In zwei Monaten geht es also los auf eine Reise und im großen und ganzen freue ich mich wirklich. Gleichzeitig wird es unglaublich schwer meine liebsten Menschen und ganz besonders den Einen hier zurück zu lassen. Zum Glück gibt es Urlaube und ein paar Wochenenden. Was bin ich froh, dass ich mich nicht für das andere Ende der Welt entschieden habe.

Habt ihr Interesse an einer Reihe über das Aupair-Jahr? Vorbereitungen, Erfahrungen, später auch einen Den Haag - Guide, ... ? Und was macht ihr nach dem Abitur?

Celine

Und dann laufen wir gemeinsam


So richtig weiß ich gar nicht wie und wo ich anfangen soll. Aber zuerst: Die Abiprüfungen sind alle vorbei und ja, verdammt - endlich habe ich es geschafft! Der Gedanke daran, dass nun alles irgendwie vorbei ist, ist immernoch ein wenig befremdlich. Auf der einen Seite bin ich einfach nur unglaublich erleichtert, dass der ganze Stress vorbei ist und ich wieder leben kann. Endlich frei sein, den Sommer und die Zeit mit den Liebsten genießen. Auf der anderen Seite aber bin ich auch ein bisschen wehmütig. Nie wieder lustige Mathe - oder tödlichlangweilige Französischstunden. Kein geregelter Tagesablauf mehr. So langsam müssen wie wohl doch ein bisschen erwachsen werden. Ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen und nicht mehr die Augen zu kneifen, sobald wir an die Zukunft denken. Und ein Stück loslassen können gehört wohl auch dazu. Ich befinde mich noch auf den sicheren Ästen eines Baumes und Tag für Tag seile ich mich immer mehr ab, bis ich dann auf eigenen Beinen stehe und mit meinen Füßen das Fremde ertaste. Bis ich versuche zu laufen und Schritt für Schritt nach vorne gehe, mit einer groben Ahnung, welche Richtung ich als nächstes einschlagen werde. Und sollte ich stolpern und ins Schlingern geraten, habe ich das sichere Wissen, dass die Menschen, die mir am nächsten stehen ihre Hände reichen und mir auf helfen. Und wenn du fällst, helfe ich dir auf und dann laufen wir gemeinsam Hand in Hand. Und es ist ganz egal wie viele Kilometer uns trennen, weil wir uns nie aus dem Sinn verlieren.


Kleid: LTB
Armbänder: Primark, DIY

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fotografiert von Clara