Das Leben sind wir selbst.


Die letzten Monate war es hier ganz schön still. "Ich bin zu nichts gekommen, hab' zu viel zu tun.", diese Ausrede zählt nicht. Ich wollte gar nichts tun. Wollte die Momente, einfach das Leben an sich genießen und für mich behalten. Nichts fotografieren, nichts schreiben - nur erleben. Kein Druck, kein Stress -  einfach leben. Und es sind Wochen vergangen ohne, dass ich mich mit einer Pause angekündigt habe oder mit einem Datum, ab wann es wieder weiter geht. So ist das Leben nicht. Es sagt dir nicht Wochen vorher Bescheid, dass im Juni erstmal nichts mehr weiter geht. Gibt dir kein festes Datum, wann es dir besser geht; wann du Schlimmes überstehst; wann du stärker wirst. Plötzlich sind wir mittendrin, einfach rein gerissen. Ohne eine Chance zu haben, uns vorher darauf einzustellen. Aber das Leben sind wir selbst. Und deshalb liegt es in unserer Hand was wir aus diesen Situationen  machen, wie wir selbst damit umgehen. Uns selbst die Chance geben nach vorn zu sehen und das Gefühl haben voll und ganz dabei zu sein. Für mich heißt das erstmal die Zeit mit meinem Freund und den wichtigsten Menschen zu verbringen und alles in vollen Zügen zu genießen. Den naherückenden Abschied ignoriere ich noch gekonnt, aber gespannt auf die neue Situation bin ich trotzdem. Das Schreiben hat mir in letzter Zeit zwar gefehlt und ich freue mich darauf sur la lune bald wieder richtig aufleben zu lassen. Endlich wieder richtig fotografieren, bis spät in den Abend Bilder bearbeiten..ach ja. Aber ich bin so froh, um die Zeit, die ich noch hier in Deutschland verbringe und die ganz allein mir gehört. Deshalb dauert es vermutlich noch ein bisschen bis es hier, wie gewohnt, weiter geht. Damit wünsche ich euch ein paar ganz wunderbare Sommerwochen!


Celine