Driving home for christmas




Während ich diesen Text schreibe, sitze ich im Zug auf dem Weg in die Heimat. Die Sonne strahlt durch das Fenster, der Himmel ist blau – fast wolkenlos und ich verabschiede mich schon mal von dem Gedanken an ein weißes Weihnachsfest. Wirklich, wenn ich mir jetzt was wünschen könnte, dann wäre es Schnee. Ich mag diese besinnliche Stille, das leise Knirschen unter den Schuhen und das Glitzern, wenn Licht auf die kleinen Kristalle fällt. Aber gut, dann eben kein Schnee. Dafür ganz viel Vorfreude auf die lieben Menschen, die zu Hause auf mich warten und die gemütlichen Weihnachtstage, die kommen werden. Tatsächlich bin ich so erfüllt von Vorfreude, dass ich im Zug leise Driving home for christmas vor mich hersumme und bestimmt sogar dem Grinch ein Lächeln ins Gesicht zaubern könnte. Hoffentlich können mich meine Mitmenschen noch ertragen bei der ganzen Euphorie…

Normalerweise denke ich mir jedes Jahr im Dezember, wie schnell doch dieses Jahr wieder vergangen ist. Dann werde ich gerne etwas melancholisch darüber, dass all die schöne Zeit nun in der Vergangenheit liegt und das neue Jahr so ungewiss auf mich herein stürtzen wird. Aber dieses Jahr ist es irgendwie anders. 2016 war ein unglaublich durchmischtes Jahr. Es gibt Momente, die ich nie vergessen werde, weil sie so schön sind. Und es gibt Momente, die mich begleiten und noch ein wenig an mir nagen werden. 2016 war nicht immer einfach. Für mich nicht und für viele andere Menschen auch nicht. Und genau deshalb freue ich mich so sehr nach vorne zu schauen und mit einer bestimmten Gewissheit das neue Jahr zu beginnen. Ich weiß, dass für viele der 31. Dezember ein Tag ist wie jeder andere  - nur mit der Gewissheit am nächsten Tag verkatert im Bett zu liegen und versuchen die Geschehnisse der letzten Nacht zu rekonstruieren. Been there, done that. Genauso weiß ich, dass der erste Tag des neuen Jahres nicht bedeutet plötzlich ein neuer Mensch zu sein und alle Punkte auf der „Vorsätze für das neue Jahr“-Liste (die ich nicht mehr ernst nehmen kann) abzuarbeiten. Aber irgendwie ist es ein wenig magisch. Der Beginn eines neuen Jahres. All die Möglichkeiten, die man sich selbst schaffen kann. Wirklich, ich freue mich. Auf die Zeit, die sowieso kommen wird. Auf Konfettiregen und all die Menschen, die mir so wichtig sind.

Ich wünsch euch eine wunderschöne Weihnachtszeit! Genießt die besinnlichen Tage mit euren liebsten Menschen und das grandiose Essen (; Mit sur la lune wird es dann im Januar weiter gehen. Bis dann! xx

Giftguide for her oder was man sich so wünschen kann

Weihnachten - das Fest der Liebe. Wie sehr ich mich nun schon seit Wochen auf diesen Tag freue. Dieses Jahr hat mich diese weihnachtliche Stimmung schon recht zeitig gecatcht (oh, what a word) und so kann ich Weihnachten auf der einen Seite kaum abwarten und auf der anderen Seite bräuchte ich noch so viel mehr Zeit, um die Geschenke für meine Liebsten zusammen zu stellen. Ich glaube, wir alle wissen, dass nicht um Geschenke geht, sondern um das Beisammensein und die Besinnlichkeit. Trotzdem schenke ich unglaublich gerne und investiere gerne viel Arbeit und Zeit in Selbstgemachtes. Sollte ich meinen Plan wirklich auf die Reihe bekommen, werde ich euch auf jeden Fall zeigen, worüber sich die Beschenkten von mir freuen können (ahh, noch mehr Vorfreude!). Heute ich möchte ich euch eine Zusammenstellung von Dingen zeigen, über die ich mich freuen würde. "Ein Wunschzettel ist keine Bestellliste.", predigt meine Mama und ja, recht hat sie. Über kurz oder lang werde ich mir hoffentlich etwas ansparen, um mir den ein oder anderen Wunsch selbst erfüllen zu können. Aber trotzdem würde ich mich zu Weihnachten darüber freuen (;



Momentan bin ich dabei mich noch in meinem WG-Zimmer in Dresden einzurichten und da ich gerne eine Wandgalerie hätte, kann ich mich zwischen den Postern gar nicht entscheiden. Auch der Posterwandbehand mit dem Meerprint hat sich heimlich in mein Herz geschlichen... wenn er nur nicht so teuer wäre. Über Hary Potter und Kameras muss ich wahrscheinlich nicht viel sagen, oder? Und ein paar praktische Sachen wie Rucksack, Kopfhörer, Tasse und Kuschelpullover würden mir auch sehr gut gefallen (;



Booktalk: Begin Again - Mona Kasten


Einige von euch kennen Mona bestimmt schon von ihrem Youtube-Kanal, auf dem sie regelmäßige Booktalks und andere Videos hochlädt. Vor über einem Jahr veröffentlichte sie ihr erstes Buch der Schattentraumreihe, über die ich hier ein wenig gesprochen habe und ist nun dabei eine weitere Reihe herauszubringen. Nach dem Mona auf ihrem Instagramaccount einen Countdown zur Veröffentlichung von Begin Again veranstaltete und dort mit verschiedensten Zitaten teaserte (wirf mal einen Blick auf die Screenshots ;), konnte ich gar nicht anders als mir das Buch zu kaufen... und es tatsächlich zu verschlingen.

Aber zuerst - das sagt der Klappentext:
"Noch einmal ganz von vorne beginnen - das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv - mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren."

Wie man anhand des Klappentextes schon erahnen kann, handelt es sich bei Begin Again um ein Buch aus dem Young Adult- Bereich, was nicht weiter verwunderlich ist, wenn man weiß wie viele Bücher Mona aus diesen Genre schon verschlungen hat. Ich habe von ihren Booktalks inspirert auch immer mal wieder Young Adult-Reihen angefangen, aber bisher konnte mich keine so recht fesseln. Umso gespannter war ich auf Begin Again.

Und ganz ehrlich, ich wurde nicht enttäuscht! In Begin Again geht es um Allie, die ihre Vergangenheit hinter sich lassen möchte und in einer Kleinstadt neu anfangen möchte. Da sie mit ihrem Studium beginnt, braucht sie unbedingt ein Zimmer und landet am Ende bei Kaden, der nicht allzu begeistert über Allie als Mitbewohnerin ist. Das mag jetzt nach einer typischen Story klingen, bei der man das Ende schon vorher sehen kann - und ja, das kann man, ABER: dieses Buch ist einfach unglaublich toll geschrieben! Die Charaktere sind bis aufs kleinste Detail durchgearbeitet und die Figuren in Interaktion zu erleben macht richtig Spaß zu lesen. Bei vielen Zeilen musste ich schmunzeln, manchmal saß ich entsetzt vor dem Buch, aber vor allem konnte ich es nicht aus der Hand legen. Und das macht für mich ein gutes Buch aus!

Besonders gefallen hat mir die gesamte Atmosphäre, die sich durch das Buch zieht. Vielleicht liegt es daran, dass Allie einfach symphatisch ist und ich selbst gerne mit ihr und Dawn abhängen würde. Oder daran, dass alle Charaktere so echt erscheinen, dass man glaubt sie würden wirklich alle irgendwo da draußen sein. Ihr merkt, ich bin noch ganz euphorisiert und ich glaube, ich würde mir Begin Again sogar noch ein zweites Mal durchlesen. Leute, die Dialoge sind teilweise so on point! :D

Eigentlich möchte ich nur ganz schlicht sagen: holt euch dieses Buch und lest es! Es ist perfekt für den Herbst, um sich einzukuscheln, eine Tasse Tee zu trinken und einfach zu lesen. So vorhersehbar wie die Story übrigens scheint, ist sie gar nicht. Nach dem ich etwa zwei Drittel gelesen hatte, fragte ich mich wieso noch so viele Seiten übrig sind, denn es schien schon ein ganz gutes Endes zu sein. Aber nichts da! Einige unerwartete Dinge passieren dann doch noch, die ich euch aber nicht verraten möchte (;


third stop: Budapest {our summer journey}


Bei unserem dritten Stop landeten wir in Budapest, meinem großen Hauptziel der Reise. Seit mir George Ezra vor einigen Jahren einen kontinuierlichen Ohrwurm verpasste, wollte ich unbedingt einmal selber sehen, wieso er für Budapest alles andere hinter sich lassen würde. Ein wenig traurig darüber, dass wir die Berge verlassen mussten, kamen wir also im lauten und hektischen Budapest an. Zumindest war das unser erster Eindruck und wahrscheinlich nicht weiter verwunderlich, da wir von völliger Ruhe und Idylle in eine lebhafte Großstadt wechselten.

Unterkunft
Unser Airbnb lag relativ zentral und wir wurden herzlich von Kamilla begrüßt, die uns gleich Karten bereit legte und uns ein paar Tipps gab. Die Wohung war hell und freundlich, bot ausreichend Platz für 3 bis 4 Personen und hat uns vor allem durch die Hängesessel im Wohnbereich begeistert. Will ich in meiner Wohnung auch mal haben ;D Wie schon im ersten Post der our summer journey - Reihe erwähnt, habe ich mir vorher keine Gedanken darüber gemacht, was genau ich sehen wollte. Wenn ihr auch so planlos reist, empfehle ich euch unbedingt einen Reiseführer! Man kann sich das Beste auswählen und die Route gleich auf einer Karte eintragen. Die Orientierung fällt dann auch viel leichter!

Eindrücke
Mit Budapest musste wir alle erstmal warm werden. Während ich in Prag und Basnká Stiavnica sofort ankommen konnte, fiel es mir hier schwerer. Vielleicht lag es an den großen und viel befahrenen Straßen oder daran, dass man als Urlauber erstmal grundsätzlich in die touristischen Gegenden kommt, die man eigentlich nicht unbedingt erleben möchte. Ich erinnere mich an unseren ersten Tag, als wir ins Zentrum liefen und jeder Laden Souveniers und den gleichen Ramsch verkaufte, wie alle anderen. Fast hätten wir uns noch eine Bustour aufschwatzen lassen, aber wir entschlossen uns, allein mit der Stadt bekannt zu machen. Und ab dann lief es auch ganz gut! Empfehlenswert ist auf jeden Fall in kleinere Straßen abzubiegen - abseits vom lauten Verkehr, finden sich kleine Grünflächen und unzählige tolle Restaurants.
Einen Blick wert sind auf jeden Fall die vielen Sehenswürdigkeiten, die Budapest zu bieten hat. Die Architektur der Fischerbastei, des Parlaments oder der St. Stephans Basilica.. einfach wunderschön! Schade finde ich nur, dass bei vielen Sachen ein relativ hoher Preis verlangt wird. So haben wir beispielsweise die Moschee nur von außen gesehen, da uns Preis und Touristenmenge ziemlich abschreckten. Zur Fischerbastei mussten wir allerdings trotzdem und auch der Ausblick auf das Parlament und die Donau ist wirklich schön! Einen weiten Ausblick bietet auch der Gellert-Berg (musste natürlich sofort an Gellert Grindelwald denken), den man erstmal zu Fuß erklimmen muss.

Was mich fasziniert hat, waren die starken Gegensätze, die sich allein schon beiden Gebäuden gezeigt haben. In der Innenstadt finden sich so viele Sehenswürdigkeiten und viele wunderschöne, ältere Häuser mit Stuck und vielen Details. Wenn man sich ein dann ein paar Wege durch kleinere Straßen sucht, merkt man schnell, dass das hauptsächlich Fassade ist. Es gibt viele Blocks, die teilweise schon erschreckend verfallen sind, auf der anderen Seite aber viel Fläche für Streetart geben. Vielleicht gehört das einfach zu Budapest dazu, das beste draus zu machen.


Ich habe die Tage in Budapest dann doch sehr genossen, vor allem jetzt zurückblicken, wenn ich mir die Bilder ansehe. Ein paar kleine Insidertipps, die ihr vielleicht nicht in jedem Reiseführer findet, möchte ich euch noch zeigen:

*Fecske Presszo*
Zum Essen gehen kann ich euch nur wärmstens Fecske Presszo (keine Ahnung, wie man den Namen ausspricht :D) empfehlen. Es gibt eine tolle Auswahl, die Mahlzeiten werden meisten in zwei verschiedenen Größen angeboten und sind ziemlich preiswert. Zu dritt haben wir in etwa 25 € gezahlt und jeder hatte noch das ein oder andere Getränk.

*Szputnyik Shop*
Ziemlich angesagt sind in Budapest die Secondhand -und Vintageläden. Es gibt eine riessige Auswahl an Klamotten und Accessoires, die man in einer sehr angenehmen Atmosphäre ersstehen kann. Vom Einrichten her haben die Budapester ganz schön was drauf. Auch zu empfehlen: der Retrock Vintage-Designer Store und viele andere!

*Printa*
Ein außergewöhnlicher Laden ist definitiv Printa! Hier arbeiten Designer vor Ort an Kunstdrucken, Textilien und Kleidung. Das besondere alle Taschen, Rucksäcke und Kleider sind aus alten Materialien selbstgemacht und somit Einzelstücke. Jedes Teil ist etwas besonderes und kommt gleichzeitig der Umwelt zu Gute! Mittlerweile ärgere ich mich, dass mir keinen Kunstdruck gekauft habe.. ist jemand bald zufällig in Budapest? 

*The Sweet by vintage garden*
Eis bekommt man im Sommer nun wirklich an jeder Ecke, aber dieser Laden hat es mir besonders angetan. In einer Seitenstraße liegt das kleine Café, das ganz mädchenhaft und niedlich eingerichtet ist und eine unglaublich große Auswahl an leckeren Eissorten hat. Demenstprechend ist es auch etwas teurer, aber dem Schwesterherz wurde eine große Kugel gegönnt.

Thinking: "Ich habe hier so wenig, aber es gibt mir so viel."

Es ist Sonntagmorgen 10:30 und ich liege in einer Hängematte. Lasse meine Seele baumeln und mich. Vor vierundzwanzig Stunden lag ich auch schon hier. Habe den Himmel mit all seinen Sternen betrachtet. Leuchtende Sommersprossen auf blau.

Ich bin ein Stadtkind. Schon immer gewesen. Spielte auf dem behütetem Hof, immer im Blickfeld der elterlichen Augen und mochte es nicht alleine  irgendwohin zu gehen. Misstrauen und die Ansgt, die einem schon so früh eingetrichtert wird, hielten mich ab.  In der Stadt ist alles anonym. Du kennst den Menschen nicht, der als nächstes um die Ecke kommt. Du weißt nicht, was er mag oder was nicht. Ihr sagt nicht "Hallo". Kein Lächeln. Vielleicht ein Blickwechsel dann seht ihr zu Boden. Der Moment ist vorbei und ihr schlagt beide eine andere Richtung ein. Darauf folgen tausend weitere Gesichter, tausend weitere Momente. Stumme, schweigende Stille. Du vergisst die Menschen, denen du ausweichst. Sie vergessen dich. Und ja, manchmal ist das Freiheit.

Ich komme aus einer Großstadt - mittendrin. Umgeben von verschwommenen Menschenmassen, zu vielen Möglichkeiten und Lärm. An jeder Straße, jeder Kreuzung - Reizüberflutung. Jeder Bahn, jedem Bus - ein Körnchen von vielen. Alle nur auf sich selbst bedacht. Manchmal mag ich es darin unterzugehen. In dem Treibsand, der dich nicht loslässt. Bis du versinkst.

Gestern bin ich angekommen. Nicht nur hier, sondern auch wieder bei mir. Ich habe die Großstadt hinter mit gelassen. Den ganzen Lärm und die schweigenden, wegsehenden Menschen. Ich bin mitten in den Bergen und der Treibsand hat mich zwingt mich nicht mehr zu verharren. Ein Haus, zwei Räume und Hänegmatten vor der Tür. Und alles was ich brauche passt in zwei Rucksäcke. Ein paar Klamotten und viele Bücher. Ich habe hier so wenig, aber es gibt mir so viel.

Und es spielt keine Rolle, welcher Tag heute ist oder auf welche Stunde die Uhr zeigt, ich liege in einer Hängematte. Lasse meine Seele baumeln und mich. Vor vierundzwanzig Stunden lag ich auch schon hier. Habe den Himmel mit all seinen Sternen betrachtet. Leuchtende Sommersprossen auf blau.

// Fotos: Marcus Fröhner

second stop: Banská Stiavnica, Slowakia {our summer journey}

Die Zeit in Banská war großartig. Auch wenn mir Prag gut gefallen hat, so richtig entspannen Urlaub machen geht in einer Großstadt nicht. Es gibt schlichtweg zu viel zu sehen, zu viel was man noch unbeingt sehen will oder was man vermeintlich gesehen haben sollte. Da kann es schnell stressig werden und man zu der Frage kommen, wieso man sich für seinen Urlaub eine Großstadt ausgesucht hat.

Die Berge waren dagegen eine willkommene Abwechslung.Viel Ruhe, Entspannung und vor allem keine Hektik. Vielleicht klingt es schräg, aber diese fünf Tage in einem kleinen Haus haben mir gezeigt wie wenig ich eigentlich brauche, um zufrieden zu sein. Einen Rucksack, ein paar Klamotten, Bücher und meine Kamera. Ich habe es wieder lieben gelernt zu fotografieren und Ruhe in mir selbst zu finden. Es gibt nichts, was du tun musst. Nichts, worum du dich kümmern musst, außer um dich selbst. Und das gibt so viel. Vor allem weil man den Ballast der ganzen materialistischen Sachen einfach wegwerfen konnte.

Was unseren Aufenthalt noch mehr verschönert hat, war unser Host Henry, der gleich in dem Häuschen neben uns wohnte. Henry arbeitet als Fotograf und Editor in Prag, lebt aber in Banská Stiavnica. An unserem ersten Abend führte er uns auf einen großen Hügel, der noch zum Garten gehörte und von dem man auf die Stadt herunter sehen konnte, und erzählte uns von der Geschichte der Stadt. Immer mit dabei sein Schäferhund Osbourne. Am selben Abend stießen wir mit Pflaumenschnaps an und unterhielten und noch ein wenig. Das ist es, was mir vor allem an Airbnb gefällt. Mit den Leuten in Kontakt kommen, das, was sie preisgeben von ihrer Geschichte erfahren und davon etwas mitnehmen.

Zum Sonnenaufgang aufstehen
Das war das beste, was ich machen konnte! Ich bin noch nie extra zum Sonnenaufgang aufgestanden und konnte bei einer unglaublichen Aussicht ein Teil von dem kleinen Zauber sein, der die Stadt aufweckte. Einige Bilder konntet ihr ja hier schon sehen.

Entspannt frühtsücken
Ich habe es geliebt mich nach dem Frühstück gleich wieder in die Hängematte zu legen. Ein gutes Buch zur Hand oder der Laptop auf dem Schoß, um schon ein paar Bilder bearbeiten zu können, weil ich es einfach nicht abwarten konnte. Vor allem war es schön die ganze Zeit draußen an der Luft zu sein - tat so gut!

Die Stadt erkunden
... und einige schöne Plätze entdecken! Toll war auch der botanische Garten mit seinen riesigen Mammutbäume. Es war nämlich ziemlich heiß, doch durch das Blätterdach wurde es angenehm kühl. Die Stadt an sich war ziemlich niedlich - viele kleinere Gassen, die sich den Berg hinauf wanden und süße Läden, die es zu entdecken galt.


Essen gehen
*Streetfood/ Archanjel*
Das kleine Café Archanjel ist ziemlich gemütlich eingerichet und lässt sich von Street Food, einem Straßenlokal am anderen Ende der Stadt, beliefern. Da merkt man, dass Banská Stiavnica wirklich nicht so groß ist. Die Speisekarte war wunderschön illustriert und für kleines Geld bekommt man leckere, frisch zubereitete Burger, Suppen und Salate.

Landschaft bewundern
Ich muss sagen, ich habe mich in die Berge verliebt. Eigentlich dache ich immer, ich wäre ein Meer-Mädchen, aber irgendetwas haben die Berge an sich, dass ich am liebsten noch viel länger da geblieben wäre. Ein Highlight unseres Urlaubs war auf jeden Fall die Jeeptour durch die Berge mit Henry uns Ossy. Der Hund kam in den Kofferraum und ließ seinen Kopf aus dem kleinen Fenster hängen, während wir die Berge hinauf fuhren. Das Ziel war ein größerer See, an dem wir zum Abschied Langos aßen. Das Jeepfahren war so unglaublich cool! Solltet ihr mal die Gelegenheit dazu haben, nutzt sie!

our summer adventure, first stop: Praha


Vor Monaten habe ich mal ein paar Worte zu kommenden Travelguides fallen lassen und seitdem das Thema nicht mehr aufgegriffen. Ich weiß nicht woran es lag, aber es brauchte ewig bis ich den ersten Post dieser kleinen Urlaubsreihe fertig bekam, während die anderen sich spielend leicht schreiben ließen. Nun ist schon November und ich habe mir die Frage gestellt, ob ich die Reiseposts vielleicht doch erst nächstes Jahr verbloggen sollte, weil es thematisch gesehen einfach besser passen würde. Aber Ende Dezember möchte ich auf dieses Jahr zurück blicken können und mit 2017 ein neues Jahr anfangen - ein weißes, unbeschriebenes Blatt Papier. Ohne Stichpunkte aus dem alten Jahr. Deshalb habe ich nun doch auch "Veröffentlichen" geglickt. Auch wenn es schon kalt ist und langsam die Weihnachtsgedanken aufkommen, vielleicht auch gerade deswegen. Hier ist our summer adventure!

In diesem Sommer habe ich die Reieplanung in die Hand genommen. Ich wollte unbedingt einmal Budapest sehen und beschloss um dieses Ziel eine Route zu legen, so dass wir innerhalb von zweieinhalb Wochen einen kleinen Roadtrip machen konnten. Da wir nicht zu viele Städte als Stops haben wollten (man muss schon sagen, Entspannung ist das nicht immer), haben wir Ziele auf dem Land dazwischen gelegt.

 Unsere Route
Prag (Tschechische Republik) - Banská Stiavnica (Slowakei) - Budapest (Ungarn) - Starrein (Österreich)
[Nachdem alles Travelguides online sind, werde ich sie hier nochmal verlinken]
So sah unsere Route am Ende aus. Vier Länder in siebzehn Tagen.. das kann man schon mal machen :D

Unterkünfte buchen
Alle Inserate habe ich über Airbnb gebucht, da ich bisher nur positive Erfahrungen damit gemacht habe und es auch jetzt nur empfehen kann. Die Orte auf dem Land waren letztendlich abhängig von den tollen Inseraten, die wir auf der Seite gefunden habe und so haben wir zufällig tolle Plätze entdeckt! In Prag wohnten wir ein wenig außerhalb in dieser Wohung von Tomas. Sie war sehr ruhig gelegen, sauber und die Kommunikation mit unserem Gastgeber war auch super!

Hello Praha!
In Prag hatten wir drei komplette Tage Zeit, die wir nutzen konnten.  Doch von der Buchung bis zur Reise hatten wir kaum geplant, wie diese ablaufen sollten. Und ehrlich gesagt mag ich es auch lieber erstmal ein Gefühl für die Stadt zu bekommen, ehe ich gezielt nach Sachen suche. Nachdem wir uns in Prag ein wenig gefunden hatte, gefiel es uns immer besser. Die ganze Atmosphäre war unglaublich schön. Städte, die Gewässer haben, sind sowieso immer toll, aber Prag war nochmal ein bisschen anders. Die vielen kleinen Gassen, Brücken und Läden haben uns einfach ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Da verzeiht man auch mal die schmerzenden Füße am Abend.

Was ich empfehlen kann ist auf jeden Fall Prag vom Wasser aus zu erleben. Klar, es ist eine reine Touristensache, aber man erfährt durchaus Wissenswertes über die Stadt an sich und das Leben der Menschen in Prag. Abgesehen davon hat man tolle Blicke auf die Brücken, die Stadt und das Ufer.

Was ich unbedingt sehen wollte, war das Kafkamuesum. Vielleicht waren es auch nur die mir eingetrichterten Worte meiner Deutschlehrerin, dass eine Reise nach Prag ohne ein Besuch ins Kafkamuseum absolut unumgänglich wäre! Es war tatsächlich ganz interessant, aber vieles behandelt man ja doch im Unterricht, wovon scheinbar mehr als gedacht hängen geblieben ist.

An unserem letzten Tag waren wir im Burgviertel unterwegs und haben uns die Prager Burg angeschaut. Ich bin nicht davon überzeugt, sich in möglichst kurzer Zeit Sehenswürdigkeiten anzusehen, vor allem weil ich lieber die Zeit in der Stadt genieße und lieber kleine Plätze entdecke, als mich mit der breiten Masse an Touristen zu bewegen. Allerdings ist der Ausblick ziemlich schön und auch die Burganlage ist gut erhalten. Man muss ja nicht ewig seine Zeit dort verbringen (;

Wer übrigens richtig tschechisch essen gehen möchte, dem sei das Sádlú empfohlen! Super leckeres Essen zu einem guten Preis und Knödel sind in Prag ja wohl ein Muss (;

Prag ist wirklich eine wunderschöne Stadt und wir hatten eine sehr schöne Zeit dort! Ich freue mich schon darauf, wenn ich das nächste mal da bin und dann auch die Bars testen kann, die ja wohl alle sehr gut sein sollen. Was habt ihr für Erfahrungen in Prag gesammelt?

Illustration: most loved in October



Ein Monat ist vergangen, seit dem ich nun in Dresden leben und mit meinem Studium begonnen habe. Wie schon hier erzählt, bin ich viel mit Freunden unterwegs gewesen und habe die Stadt kennen gelernt  - oder bin immer noch dabei - nur eines ist viel zu kurz gekommen: das Illustrieren. Immerhin habe ich es geschafft meine most loved things in October zu Papier zu bringen. Here we go!

1. Regenmantel
Ein Mantel, drei Worte: unverzichtbar, fröhlich, Lebensretter.

2. Gummistiefel,
die aussehen, wie ganz normale Chelsea Boots und somit auch in der Öffentlichkeit tragbar sind.

3. Kuschelpullover
Das absolut wichtigste Teil in der kälteren Jahreszeit ist neben Kuschelsocken ein flauschiger Pullover. Meiner hat einen leichten Kragen und wärmt noch ein bisschen den Hals, aber ein Schal kommt trotzdem noch darüber.

4. Tee - in rauen Mengen
Ich liebe Tee! Aber vor allem Chai mit Milch und etwas Honig. Das ist für mich manchmal mehr als ein heißer Kakao (obwohl der auch nicht zu verachten ist) und damit mein liebstes Getränk im Herbst zum Aufwärmen.

5. Thermoskannen
Passend zum Tee oder Kaffee, je nach Müdigkeitsgrad, darf eine Thermoskanne bei mir auf keinen Fall fehlen. Super praktisch für die Uni oder wohin man sonst gerade unterwegs ist.


Was gehörte zu deinen Favoriten im Oktober?

Life Update: Hallo, du schönes Studentenleben!


"This is the beginning of anything you want." - Boy

Es gibt einiges zu erzählen und ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. In letzter Zeit war es hier wieder ziemlich ruhig, was aber vor allem daran lag, dass ich Anfang Oktober nach Dresden gezogen bin, um mit meinem Studium zu beginnen. Wenn ihr diesen Post gelesen habt, dann wisst ihr, dass ich ziemlich gehadert habe, welches Studium nun das richtige für mich wäre. Und wisst ihr was? Ich habe mich für Plan B entschieden. Und damit fühle ich mich wirklich gut. Statt eines kreativeren Studiengangs, studiere ich nun Medienforschung - und praxis an der TU. Klar, es ist ziemlich wissenschaftlich, aber ich fühle mich auch gefordert und das hat mir in meinem letzten Jahr ganz schön gefehlt.

So langsam kann ich auch sagen, dass ich hier in Dresden angekommen bin. Ich lerne so viele neue Leute kennen, unternehme viel mit Freunden und Kommilitionen und genieße diese Freiheit, dass tatsächlich nur ich für mich selbst verantwortlich bin. Dass, was mir vor Monaten noch Angst gemacht hat, ist nun zu meinem besten Begleiter geworden. Weil ich weiß, dass ich auch mit mir selbst alleine sein kann, ohne einsam zu sein. Eingenistet habe ich mich übrigens in einem WG-Zimmer in der Neustadt. Und wer schon mal längere Zeit in Dresden verbracht hat, der weiß es zu schätzen nah an der Schauburg zu wohnen. Denn der Weg zu den schönen Cafés, Bars und diversen Kultureinrichtungen beträgt quasi 3 Minuten - wenn überhaupt. So langsam nimmt auch mein Zimmer eine wohnbare und gemütliche Atmosphäre ein und ich freue mich schon, wenn es fertig ist! Auch wenn das Einrichten immer ein Prozess ist.

Was ich nach knapp einem Monat Studium und leben in Dresden sagen kann? Es gefällt mir! Ich bin froh hier zu und nicht in meiner Heimatstadt geblieben zu sein. Es ist wunderbar neue Leute, Straßen und Ecken einer Stadt kennenzulernen und sie irgendwie auch zu schätzen. Und ja, jeden Montag legt sich ein rechter Schatten über die Stadt und viele der Einwohner sind resigniert geworden, aber umso wichtiger ist es wieder auf die Straßen zu gehen und Farbe zu bekennen.

// Fotos: Martin Stier