Tasty Tuesday: Carrot Cake Overnightoats - oder: Was in meinem Leben passiert + Rezept.

Puh, seit dem letzten Post ist einigees an Zeit vergangen und so wie sich hier nichts getan hat, ist doch relativ viel in meinem Leben passiert. Seit Anfang April bin ich nicht mehr Aupair in Den Haag. Badumtss! Eigentlich war geplant, dass ich bis Ende Juni in den Niederlanden bleibe, aber wie das so ist. Es kommt immer anders als man denkt. Ab einem bestimmten Punkt ging es mir einfach nicht mehr gut. Ich habe das lange überhört und verdrängt, aber irgendwann konnte ich nicht mehr. Und ich beschloss schweren Herzens, aber auch mit Erleichterung meine Koffer zu packen und die Zelte abzubrechen. Was ich wichtiges gelernt habe: nur weil man merkt, dass man nicht glücklich mit einer Sache ist und sie nicht mehr verfolgen will, bedeutet es nicht, dass man aufgibt. Viel wichtiger ist es sich selbst treu zu sein und für sich einstehen zu können. Und die Richtung zu ändern, wenn man auf dem bisherigen Weg nicht mehr weiter kommt. Es ist so wichtig, dass du auf dich selbst Acht gibst. Es sind nicht immer Menschen um dich herum, die sich sorgen und dich in und auswendig kennen. Wenn es dir nicht gut geht, dann gestehe es dir ein und ändere etwas an deiner Lage. Auch wenn das heißt, dass du den Mund aufmachen musst und Dinge sagst, die andere vielleicht nicht hören wollen. Es geht um dich. Und du bist wichtig.

Die Erfahrung war für mich ziemlich prägend. Vor allem weil ich mich immer gerne hinten anstelle und mich erst um die anderen kümmere, bevor es um mich geht. Dass man selbst schnell mal untergehen kann, habe ich in diesen Monaten gelernt. Aber eben auch, wieder schwimmen zu lernen. Ich weiß gar nicht, ob ich weiter ausschweifen möchte. Aber es soll nicht ungesagt bleiben, dass es sieben wertvolle Monate waren, in denen ich eine neue Stadt, neue Menschen und ein neues Leben kennen gelernt habe.

Ich glaube, dass es heute keine galante Überleitung zum eigentlichen Thema des Posts gibt. Aber all diese Sachen wollte ich mir nicht noch weitere Wochen aufsparen und euch unwissend lassen. Denn nun kann es endlich weiter gehen. Auch weil ich gerade an meinem neuen Laptop sitze und die neuen Tasten tippe, nach dem sich mein Oldie nun schon vor über einem Monat von mir verabschiedet hat. Alles neu macht der Mai. Oder so ähnlich.


Achtung, es folgt ein Bruch.

Ich liebe Früshstück!

So langsam wisst ihr wahrscheinlich, dass die erste Mahlzeit des Tages gleichzeitig meine Liebste ist. Und während andere bei Tassenkuchen, Porridge oder Flüssignahrung á la Smoothies das Gesicht verziehen und zum Nutellatoast greifen, probiere ich mich gerne an Neuem aus. Dieses Mal: Overnight Oats in Carrot Cake Geschmacksrichtung. Oder auch: Haferschleim über Nacht mit Gemüse (?!). Ich finde es mega gut.

Du brauchst:

* 1 kleine Möhre
* 100 g Haferflocken
* 240 ml Milch deiner Wahl
* 2 EL Kokosflocken
* 2 EL gehackte Walnüsse
* 1 TL Zimt
* 1 EL Ahornsirup oder Honig

Und so geht's: 

* Möhre schälen und fein raspeln.
* Alle Zutaten in einer verschließbaren Dose vermischen, in den Kühlschrank stellen und über Nacht durchziehen lassen.
* Am Morgen nochmal ordentlich verrühren und dann kalt genießen!

Es ist wirklich super einfach, wenn man dann alle Zutaten zusammen hat und schmeckt wirklich wie Carrot Cake. Nur vielleicht ein bisschen gesünder. Was sagt ihr zu dieser Frühstücksidee? Klingt gut oder könnt ihr eingeweichten Haferflocken so gar nichts abgewinnen? :D

Bis bald und achte auf dich!

Kommentare

  1. Der erste Absatz passt sooo gut zu meiner aktuellen Situation. Der Kontakt zu meinem Vater setzt mich nämlich unheimlich unter Druck uns zu Beginn dieses Jahres habe ich ihm endlich gesagt, dass ich meine Ruhe haben möchte. Er fand das zwar total blöd und sucht immer noch eine Lösung, hat mich aber seitdem weitestgehend in Ruhe gelassen. Nur morgen muss ich ihn wohl anrufen, um zu klären, ob er mir das Auto bezahlt (er würde gerne, ich will aber nicht, dass er dann von mir erwartet, dass ich ihm Raum in meinem Leben gebe). Dann muss ich ihm wahrscheinlich mal wieder klar machen, dass ich nichts mit ihm zu tun haben möchte und mit dieser Sache abgeschlossen habe, weil es mir so viel besser ohne ihn geht.
    Daher finde ich es klasse, dass du auf dich Acht gegeben hast und den schweren Schritt gewagt hast!

    "Ich liebe Früshstück!" - Das unterschreibe ich so! Ich liebe diese Mahlzeit einfach total! Haferschleim gibt es bei mir manchmal auch - allerdings bereite ich den morgens mit warmem Wasser statt Milch zu. Auf die Idee, eine Karotte da rein zu reiben, bin ich allerdings noch nicht gekommen - aber das muss ich jetzt bald ausprobieren!

    Liebe Grüße

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    1. Oh, wenn dir die Misserfolge die Lust am Backen nehmen, dann ist das natürlich etwas blöd... vielleicht ist dann der richtige Zeitpunkt, um auf einen alten Klassiker zurückzugreifen?
      Dass du als Kind experimentieren durftest, finde ich total cool. Ich habe eigentlich immer gelernt, dass man für alles ein Rezept braucht... sogar, wenn ich Bratkartoffeln machen wollte, musste meine Mutter mir am Vorabend das "Rezept" diktieren, damit nichts schief gehen kann
      Aber jetzt hole ich die ganzen Experimente nach und halte meine Zutaten auch immer alle schriftlich fest!

      Wenn ich meine Haferflocken mit Wasser aufgieße, schaut meine Mutter auch immer etwas angeekelt Aber dafür ist Milch eher weniger mein Fall, Buttermilch dagegen nehme ich manchmal als kleine Abwechslung.

      Liebe Grüße

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  2. Ich finde auch, dass das nichts mit aufgeben oder ähnlichem zu tun hat. Manchmal stellt man eben einfach fest, dass gewisse Dinge für einen nicht so laufen, wie man sie gerne hätte. Das man mit Situationen vielleicht nicht so umgehen kann, wie man es gedacht hat oder sich die Dinge einfach anders entwickeln. Ich kann mir vorstellen, dass es dann eine Menge Mut kostet den Mund aufzumachen und eine Sache früher zu beenden. Das kostet oftmals wesentlich mehr Mut als in seinem Unglücklichsein zu verharren!

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  4. Ich habe mich schon oft gewundert, wieso es bei dir so ruhig geworden ist (und nun brauche ich selbst so lange zum Kommentieren, wobwohl ich deinen Post schon vor Ewigkeiten gelesen habe). Hut ab, dass du dich dazu entschlossen hast, Den Haag zu verlassen! Ich kann mir vorstellen, wie schwierig die Entscheidung dir letztendlich gefallen sein muss (ich stand in der Türkei vor einer ähnlichen Entscheidung). Umso mehr hoffe ich, dass du dich nun wieder zu Hause wohl fühlst und dass es dir besser geht! Und vielleicht wirkt sich das ja auch auf den Blog aus ;)
    Deine Frühstücksidee finde ich sehr interessant - und werde sie direkt mal ausprobieren! Ich mache mir auch fast immer eigentlich Overnight Oats (meistens mit zermatschter Banane, Hanfsamen, Leinsamen und Chiasamen und Zimt) und toppe (und "undergrounde") mit verschiedenem Obst. Mit Möhren klingt das aber auch verdammt gut!
    Liebe Grüße und alles Gute dir!♥

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über liebe Worte freue ich mich immer,
vielen Dank ♥