24 Stunden in Luxemburg

Vor ein paar Tagen bin ich mit zwei Freundinnen relativ spontan nach Luxemburg gefahren. Der Grund war, dass A an der Universität dort angenommen wurde und sich den Campus und die Stadt genauer ansehen wollte. Und da ich insgeheim beschlossen habe, jede Möglichkeit zu nutzen, die sich mir für das Reisen bietet, musste ich gar nicht lange überlegen. J entschloss sich kurzfristig auch mitzufahren und so machten wir uns zu dritt auf den Weg. Wir fuhren ungefähr sieben Stunden von Leipzig nach Luxemburg, aber mit Freunden, Musik und einem großen Korb voller Essen ging die Zeit ganz gut herum. Wir wollten nicht gleich nach Esch-sur-Alzette, wo unser Airbnb-Zimmer lag, sondern den Abend noch ein wenig nutzen, um einen Eindruck von der Stadt Luxemburg zu bekommen.

Die Luft war warm, die Straßen voller ausgelassener Menschen, die langsam zu einer Masse verschmolzen, je näher wir dem Stadtinneren kamen. Überrascht von so vielen Leuten, Musik und Seifenblasenpistolen, sahen wir uns um und begriffen, dass die Luxemburger in ihren Nationalfeiertag rein feierten. Wir wussten vorher weder, dass am nächten Tag ein Feiertag war, noch dass dieser so groß zelebriert wurde. An jeder Ecke gab es kleine Bars, die Cocktails verkauften und egal wohin wir gingen, die Musik begleitete uns auf Schritt und Tritt.

Wie sich heraus stellte wurde überall groß gefeiert, denn als wir spät abends in Esch ankamen, war noch so viel los, dass wir fast zwei Stunden nach einem Parkplatz suchen mussten. Später wurde uns klar, dass es in Esch generell einen Mangel an Parkplätzen gibt und dass auch nur Touristen auf die 2h Tickets herein fallen.. denn kostenlose Plätze zum Parken sind quasi null existent. Unser Zimmer lag dann auch nicht wie angekündigt über einem Café, sondern über einer Taverne, die bis spät in die Nacht geöffnet war und ich so erst nach einigen Stunden in den verdienten Schlaf fallen konnte. Auch die Sanitäranlage war nicht der Brüller, weshalb ich dir das Zimmer für einen Urlaub nicht empfehlen möchte, aber für zwei Nächte konnten wir damit leben.

Am Donnerstag erkundeten wir dann Luxemburg nochmal richtig. Im Gegensatz zum Abend davor war kaum etwas los, alle Läden waren geschlossen und die Sonne schien heiß auf uns herunter. Vom Bahnhof liefen wir Richtung Zentrum (Offtopic: das Zugticket kostete uns für einen ganzen Tag nur 4€, yay!) und bemerkten, dass die Stadt ihr ganz eigenes Flair hat. Ich muss zugeben, dass ich mich vor der Reise nur flüchtig mit Luxemburg beschäftigt habe, aber ich war erstaunt über die ganzen Grünflächen und den plateuartigen Aufbau der Stadt. Die Häuser bilden abseits von den größeren Plätzen und der Einkaufsstraße immer wieder kleine Gassen, die mich ein wenig an Italien erinnerten.

Da - wie gesagt - alle Geschäfte geschlossen waren, kann ich dir leider kein bestimmtes Café oder schöne Shops zeigen, aber es empfiehlt sich einfach mal mit einem Stadtplan in der Hand die Straßen entlang zu laufen und Plätze zu erkunden. Eine tolle Aussicht hat man vom Schönsten Balkon Europas oder auch von den großen Brücken, die ins Zentrum führen.

Der Donnerstag hat sich in Luxemburg auf jeden Fall gelohnt. Ich finde, dass es immer wieder schön ist das Leben woanders zu entdecken - auch wenn sich die Zeit auf nur knapp 24 Stunden belief, die wir nutzen konnten. Einfach zu laufen, Eis zu essen und sich auch mal im Park auszuruhen.. Da merkt man, dass es oft gar nicht so viel braucht, um los lassen zu können.

Tasty Tuesday: Bountys selber machen und ein paar Gedanken zu Social Media

 
Wieder ein Dienstag, wieder ein Rezept. Quasi, wöchentlich grüßt euch hier also das Murmeltier. Ganz langsam komme ich wieder in den Bloggerrhytmus und finde den Spaß daran, hier auf Sur la lune, meine Gedanken mit euch zu teilen. Was mich allerdings immer wieder die Augenbrauen in Sorgenfalten legen lässt, ist Social Media. Ich habe immer fleißig auf Instagram Bilder hochgeladen, meine neusten Posts in unzähligen Facebookgruppen geteilt und ja auch öfter Kommentare auf größeren Blogs hinterlassen, die ich eigentlich kaum lese, um vielleicht ein paar Klicks zu gewinnen. Vor allem letzteres widerstrebt mir besonders, aber auch die anderen Punkte geben mir eigentlich nur folgendes zurück: Stress und Druck. Und genau diese Komponenten vertragen sich gar nicht gut mit einer Sache, die man doch sonst gerne macht. Genau so sind auch meine Bloggerpausen zustande gekommen, denn irgendwann dachte ich, das eine würde ohne das andere nicht funktionieren. Aber was haben wir denn bitte ohne diverse soziale Plattformen gemacht?! Eben, auch einfach nur gechrieben, Fotos gemacht und spontan ins Netz gestellt. Und ein wenig möchte ich wieder dahin zurück. Das ganze Klickbaiting, die Oberflächlichkeit und das Streben nach Reichweite - es wiedert mich mittlerweile an. Ich gönne jedem den Erfolg, ehrlich und ich weiß, dass es mittlerweile schwierig ist bei diesem Mehr an Bloggern überhaupt neue Leser zu finden oder sich von anderen abzuheben. Aber dieses Übermaß an Social Media, das will ich einfach nicht mehr mit machen. Und so sehr ich es schätze, dass sich das Bloggen so weit entwickelt hat und teilweise professionell betrieben werden kann, denke ich ,dass da jeder für sich seine Balance finden muss. Das wollte ich endlich mal los werden und jetzt kann ich ganz unbesorgt den Fokus auf die leckeren Bountys lenken. Badummtss.

Du brauchst:
* 100g Kokosraspeln
* 100 ml cremige Kokosmilch
* etwas Kokosöl
* 30g Eiweißpulver Vanille, Vanillearoma oder echte Vanille
* 1 EL Süßungsmittel deiner Wahl
* 100g dunkle Schokolade

Alle Zutaten zusammen rühren und die Masse für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Danach ungefähr acht kleine Riegel formen und wieder in den Kühlschrank legen. Die Schokolade wird nun im Wasserbad geschmolzen und großzügig über die Kokosriegel verteilt. Anschließend noch ein paar Kokosraspeln darüber streuen und nach einer weiteren Kühlschrankrunde kalt genießen.

Ich kann eucht die Bountys wirklich nur empfehlen - vor allem an wärmeren Tagen sind sie herrlich erfrischend. Und das Beste ist, dass sie nicht voll mit Zucker sind - da kann man bedenkenlos auch ein paar mehr essen (;