nachhaltiger Leben: Badezimmer


Wenn man sich ein bisschen mit veganer Ernährung beschäftigt, dann kommt man irgendwann nicht bei dem großen Wort Nachhaltigkeit vorbei. Auch darum habe ich oft einen großen Bogen gemacht, weil ich wusste, ich müsste so viel ändern. Und auch weil ich dachte, es würde anstrengend und zeitaufwendig werden, aber vor allem, dass ich alles auf einmal ändern müsste. Ja, ich bin ziemlich gut darin mir selbst bei solchen Dingen Druck zu machen. Das mit dem Studium wird bestimmt ein Spaß.. Im letzten Monat habe ich dann erstmal mein verbliebenes Shampoo und Duschbad aufgebraucht und dann Schritt für Schritt durch nachhaltigere Alternativen ersetzt. Einfach um ein bisschen weniger herum zu müllen und weil es dann tatsächlich ziemlich Spaß gemacht Neues zu lernen und zu entdecken. Ein paar Tipps, die sich in den letzten Wochen bei mir gut bewährt haben und Teil meiner Routine geworden sind, mag ich deshalb heute mit euch teilen!


SEIFE STATT DUSCHBAD
Die einfachste Umstellung war für mich von Duschbad auf Seife umzusteigen. Damit es auch schon vorher nachhaltig blieb, habe ich meins erstmal aufgebraucht, bevor ich mir Seife zu gelegt habe. Das Seifenstück habe ich mir in einer Drogerie gekauft, allerdings gibt es auch diverse Shops, die selbstgemachte Seifen verkaufen und bestimmt auch toll zum Ausprobieren sind. Ich mag vor allem das Gefühl von Sauberkeit, dass ich nach dem Duschen auf meiner Haut habe. Irgendwie anders als mit normalem Duschbad. Außerdem riecht man nicht unglaublich süß und nach Frucht (ich brauche das nicht unbedingt), sondern einfach leicht und sauber. I like it.


ROGGENVOLLKORNMEHL ALS SHAMPOO
Ein bisschen schwieriger war die Sache sich mit Mehl die Haare zu waschen. Aber auch um einiges lustiger. Zunächst ist es wichtig, dass man wirklich nur Roggenvollkornmehl und keine andere Mehlsorte benutzt. Kann dann zu ganz fiesen Klumpen in den Haaren kommen, die man nicht so leicht wieder raus kriegt. Um das Shampoo anzurühren, benutze ich immer eine Müslischale oder eine große Tasse. Die fülle ich dann zur Hälfte mit dem Mehl und gieße den Rest mit Wasser auf. Man kann mehr oder weniger Wasser nehmen, je nach dem welche Konsistenz einem besser gefällt. Dann wird die Pampe wie Shampoo auf der nassen Kopfhaut einmassiert und wieder ausgewaschen. Wichtig ist, dass du wirklich genug Mehlpampe anrührst und auf deine Haare klatschst. Ich habe anfangs nur mit 2 EL Mehl gearbeitet, aber nach dem Waschen hatte ich immer noch das Gefühl, dass sie etwas fettig waren. In dem Fall also: viel hilft viel! Nach dem Einmassieren gründlich auswaschen und dabei quietschen die Haare dann meistens schon vor Sauberkeit. Good sign! Es kann sein, dass sich ein paar Mehlkrümel in den Haaren verfangen, aber nichts was nicht durchs Föhnen und Kämmen verschwindet. Was ich gemerkt habe, ist dass meine Haare von sich aus mehr Volumen haben und dass sie viel griffiger sind. Den Effekt mag ich ganz gerne (:



KOKOSÖL, MEIN SUPERHELD
Oh ja, das Kokosöl ist schon seit recht langer Zeit mein persönlicher Superheld im Bad, weil es so vielfältig einsetzbar ist. Am meisten verwende ich es vor dem Zähneputzen zum Ölziehen oder auch Oil Pulling genannt. Das Ölziehen ist eine ayuverdische Methode, um Viren, Bakterien und Giftstoffe aus dem Mundraum zu entfernen, die sonst weiter in unserem Körper gelangen würden. Zähne und Zahnfleisch werden gesund gehalten und außerdem hat es einen leicht aufhellenden Effekt auf die Zähne, weil frische Verfärbungen durch Kaffee oder Tee entfernt werden können (muss nicht zwangsläufig sein). Ich nehme etwa einen gehäuften Teelöffel Kokosöl und spüle es circa 15 Minuten in meinem Mund hin und her. Gleichzeitig kann man duschen, sich anziehen oder durch die Wohnung tanzen. Wichtig ist nur, dass du das Öl nicht runter schluckst (kann am Anfang etwas schwer werden, deshalb kannst du mit einer kürzeren Zeit anfangen) und danach Zähne putzt. Das Öl solltest du nicht in den Abfluss spucken, sondern entweder gleich in den Müll oder in ein Gefäß, das du dann entleeren kannst. Ansonsten nehme ich Kokosöl gerne zum Abschminken. Dazu verteile ich etwas Öl auf meinem Gesicht und vor allem auf dem Wimpern und nehme es dann mit einem warmen Waschlappen wieder ab. Funktioniert sehr gut! Man kann das Öl auch als Mückenschutz nutzen, aber das muss ich erst noch ausführlich testen :D


BAMBUSZAHNBÜRSTEN
Im Mai habe ich mir ich zum ersten Mal vegane Zahnbürsten aus Bambus zu gelegt. Ich habe sie auf Amazon bestellt, aber natürliche kann man auch lokale Läden und Shops unterstützen. Muss man vielleicht nur ein bisschen suchen. Die Zahnbürsten habe ich im Viererpack bestellt - da kann man gleich mit Freunden teilen - und gefallen mir richtig gut. Abgesehen davon, dass sie schön aussehen, funktionieren sie wie Zahnbürsten aus Plastik. Am Anfang ist das Gefühl im Mund ein bisschen anders, aber da gewöhnt man sich schnell dran.


SCHWAMM ALS PEELING-ERSATZ
Bei meiner Amazonbestellung wurde mir der fancy Konjac Schwamm vorgeschlagen, der bei fettiger und problematischer Haut helfen und überschüssiges Öl wegnehmen soll. Der Schwamm besteht aus Pflanzenfasern und ist vollkommen biologisch abbaubar, deshalb wollte ich dem ganzen eine Chance geben. Außerdem ist meine Haut seit dem Absetzen der Pille vor einem halben Jahr für meine Verhältnisse recht unrein und öliger geworden. Mit dem Schwamm habe ich keine weltbewegende Veränderung feststellen können, allerdings entfernt er wirklich gut das Öl und hinterlässt ein angenehmes und sauberes Gefühl auf der Haut. Ich benutze ihn zweimal täglich und finde es immer noch ziemlich cool :D


NATÜRLICHES DEO
Ich habe ewig nach einem guten Deo gesucht, das ohne Aluminium ist, aber trotzdem eine gute Wirkung hat. Durch Pia (Kraftfutter) bin ich auf die Deo Creme gekommen und habe sie fix bestellt. Weil Sommer und so. Die Creme ist super ergiebig, weil man immer nur ein kleines bisschen braucht, was man dann auf den Achseln verreibt. Und man riecht lange gut!

Hui, der Beitrag ist ein bisschen länger geworden als ich dachte, aber ich freue mich meine Tipps mit euch teilen zu können. Wie sieht es bei euch aus? Interessiert ihr euch für das Thema und habt ihr schon selbst nachhaltigere Alternativen ausprobiert? Erzählt mal, ich bin super neugierig!

Tasty Tuesday: Veganer Spargelsalat


Es ist Dienstag und ich bin zur Zeit in riesiger Kochlaune, deshalb gibt es heute mal wieder einen Tasty Tuesday. Vor einigen Wochen habe ich mir ein paar Dokumentationen zu den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit angeschaut und immer wieder fielen die Worte vegane Ernährung. Ich habe das Thema vorher fast schon mit Absicht vermieden, weil ich wusste, wenn ich mich damit beschäftigen würde, dass ich an meinen Gewohnheiten etwas ändern müsste. Und wir Menschen tun uns ja doch recht schwer mit Veränderungen. Mein Interesse war dann aber doch zu groß und ich habe mich viel mit dem Thema auseinander gesetzt. Glücklicherweise kann ich mich mit einer ganz lieben Freunden bis ins Unendliche darüber austauschen, weil es einfach so viel Spaß macht sich aus einem anderen Blickwinkel mit Essen zu beschäftigen und viele neue Rezepte auszuprobieren. Ich bin ja seit je her ein Foodie und es gibt so viel gutes veganes Essen!

Das Rezept für den Spargelsalat habe ich bei Pauline von Living The Healthy Choice entdeckt und leicht für mich abgewandelt. Das originale Rezept findet ihr hier.

Du brauchst für eine Portion 
Salat:
4 Stangen grüner Spargel
¼ Gurke
80g Kichererbsen
1 Prise Chiliflocken oder - pulver
1 Handvoll Mandeln
½ TL Zitronensaft
1 TL Oliven Öl

Dressing:
½ EL Oliven Öl
1 TL Apfelessig
1 TL Zitronensaft

Und wenn du noch einen Dip brauchst - Hummus:
250g eingeweichte Kichererbsen
3 EL Tahin-Paste
50 ml Olivenöl
1 Zehe Knoblauch
½ Zitrone
Salz und Pfeffer


Und so geht's:

Für den Hummus die Kichererbsen abgießen und die Flüssigkeit abfangen. Die Kichererbsen dann mit der Sesampaste (Tahin), Knoblauch, etwas Zitronensaft (nicht alles aufeinmal), etwas Salz und Pfeffer in den Mixer geben. 3 EL Öl und so viel der abgefangenen Flüssigkeit, wie es nötig ist, da mit der Hummus eine cremige Konsistenz erreicht. Dann nochmal mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Ich habe gelesen, dass er denn eigentlich für circa 2 h im Kühlschrank ruhen sollte, aber daran habe ich mich nicht gehalten. Hat auch so richtig lecker geschmeckt. Wem das zu aufwendig erscheint, kann natürlich fertigen Hummus kaufen.

Den Spargel abwaschen, die unteren Enden abbrechen und mit einem Schäler in dünne Streifen hobeln. Gleiches Prozedere bei der Gurke, nur ohne abgebrochene Enden. Das Ölivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen und die Kichererbsen für 3 Minuten leicht anbraten und mit Chiliflocken würzen. Danach die Spargelstreifen dazu geben und für weitere 5 Minuten braten lassen und mit Zitronensaft verfeinern. Alle Zutaten des Dressings zusammen vermischen und verrühren. Für die Garnierung die Mandeln mit einem Messer klein hacken. Dann den Spargel und die Kichererbsen zusammen mit den Gurkenstreifen anrichten, Dressing darüber träufeln und mit den gehackten Mandeln garnieren. Wer mag, gibt noch etwas Hummus dazu.


Es ist ein Rezept für ein leichtes Gericht, was gerade bei wärmeren Temperaturen immer gut ist. Muss man nur noch schauen, ob man noch grünen Spargel bekommt. Wenn du mehr Inspiration brauchst, kommst du hier zu den letzten Tasty Tuesdays. Verrückterweise ist der letze Beitrag schon knapp ein Jahr alt. Oh well. Lasst es euch schmecken und auf mehr leckere Dienstage!

Vielleicht muss man sich auch manchmal einfach selbst feiern.


Freunde, es ist Sommer! Endlich wieder Zeit draußen verbringen, laue Abende am See und überhaupt die Sonne genießen. Sommer heißt aber auch kurze Hosen, Bikinis, viel Haut. Und während ich früher keinen Gedanken daran verschwendet habe, was ich wohl für eine Figur am Strand mache oder ob ich überhaupt tragen kann, beschäftigt mich das Thema um so mehr. Aber vielleicht nicht so, wie ihr gerade denkt.

Habe schon wieder nichts für die Strandfigur getan... Ich will, dass es wieder kühler wird, damit ich lange Hosen tragen kann. Die kurzen vom letzten Jahr passen nämlich nicht. Oh, vom Bikini müssen wir gar nicht erst sprechen. Sitzt natürlich auch nicht mehr. Gedanken, die man irgendwie kennt, oder? Und da habe ich noch gar nicht mit Dehnungsstreifen und der ominösen Cellulite (die nämlich gar nicht so ominös ist, sondern schlichtweg existent) angefangen. Ach, hat schon mal jemand die Theorie aufgestellt, dass das Wachstums des Bauchumfangs umgekehrt proportional zu dem des Pos ansteigt? Ich glaube, ich hätte Möglichkeiten sie zu belegen. Ich weiß wie es ist sich in kurzen Sachen unwohl zu fühlen. Egal ob am Strand oder mitten in der Stadt. Immer darauf bedacht zu sein, eine möglichst gute Figur zu machen. Bauch rein, Brust raus, atmen nicht vergessen. Sich nicht zu schnell zu bewegen, dann wackelt ja alles, was eben wackeln kann und am besten im Sitzen nicht runter auf die Oberschenkel schauen, weil es ja kein schöner Anblick ist.


Und dann begannen die Temperaturen in den letzten Wochen zu steigen. Je öfter sich die Sonne blicken ließ, umso öfter stand ich kritisch und stirnrunzelnd vorm Spiegel. Aber der Tag kam, an dem ich einfach keinen Bock mehr hatte. Keine Lust und vor allem keine Kraft mehr, um mich negativ mit meinem Körper auseinander zu setzen. Warum auch? Ich sehe aus, wie ich eben aussehe, mein Körper ist gesund und ich bin es doch eigentlich auch. Und wenn ich eins in dem letzten halben Jahr gelernt habe, dann das Gesundheit das aller wichtigste ist. Nichts steht über körperlicher und geistiger Gesundheit. Das lässt man so leicht außer Acht. Dann sieht man nur noch, was alles zu viel und zu wenig ist. Und vergiftet sich eigentlich selbst damit. Ich bin es Leid mir ständig Gedanken darüber zu machen, ob ich die neuen High Waist Shorts wirklich tragen kann, weil a) Shorts und b) High Waist = natürliche Verkleinerung des Allerwertesten. Oder ob, ich mir wirklich einen Bikini kaufen sollte oder, ob ich ... Denn die Leute könnten ja sehen wie furchtbar unperfekt ich bin. Und reden und urteilen. Aber wie war das? Wenn du deine Schwächen offen legst, sind es plötzlich keine Schwächen mehr, sondern Stärken. Weil du darüber stehst und nicht mehr angreifbar bist. Und wie viel cooler ist es den Sommer entspannt in High Waist Shorts und Tops zu feiern und sich selbst zu genießen? Mit flachem Po und nicht trainierten Armen. Wir verschwenden so viel Energie, so viel Zeit, wenn wir uns Gedanken darüber machen, was andere Leute von uns denken könnten. Oder wenn wir die Liste leise in unserem Kopf durch gehen, welche Dinge wir nicht an uns mögen.


Es gibt diese Frauen, egal welche Körperform und -größe sie haben, die einfach unglaublich sexy sind. Und wisst ihr, was mir neulich klar geworden ist? Es liegt ganz allein an ihrer Ausstrahlung. Daran, dass man sieht wie wohl sie sich in ihrem Körper fühlen. Dass der Anblick ihres Körpers ihnen kein Stirnrunzeln, sondern ein Lächeln ins Gesicht zaubert. So will ich auch sein. Ich möchte stolz auf meinen Körper sein und das was ich bin. Selbstliebe ist ein Prozess mit vielen Auf und Ab's, aber ich glaube das ist ein ganz guter Anfang. Neulich bin ich morgens noch in Schlafsachen tanzend zur Don't Go Chasing Waterfalls Playlist mit Zahnbürste im Mund durch die Wohnung gehüpft. Vor dem Spiegel im Flur hielt ich kurz inne und dachte: "Verdammt siehst du gut aus. Und vor allem glücklich."

Vielleicht muss man sich auch manchmal einfach selbst feiern.


Celine goes Berlin + ein paar Tipps, wie du in Berlin dein Geld los wirst


Hi Boys and Girls,
das bin ich. Glücklich mit (m)einer Sherlockmütze, die ich auf einem Flohmarkt in Berlin gefunden habe. Leider lag ihr Preis über meinem Flohmarktbudget -  also musste ich sie schweren Herzens zurück lassen, glücklich hat sie mich aber trotzdem gemacht. Und ganz kurz habe ich mich wie ein Detektiv gefühlt. Die kleinen Dinge, nicht wahr? In den letzten Wochen war ich relativ oft in Berlin, natürlich nicht ganz ohne Grund, auch wenn ich so dazu gekommen bin die Berliner Freunde zu sehen (: Aaaber der Hauptgrund ist folgender: ich wurde in Berlin für Kommunikationsdesign angenommen (hurraay!!) und bin jetzt auf Zimmersuche (weniger hurray). Leute, wirklich! Ein Wg-Zimmer in Berlin zu einem okayen Preis zu finden fühlt sich an wie die Suche nach ... einem fancy Matcha-Soja-Latte-Frappé im letzten Kaff. Quasi non-existent. Und wenn man dann mal ein Zimmer gefunden hat, melden sich entweder Creeps zurück oder man bekommt gar nicht erst eine Antwort oder man bekommt eine Antwort, wird eingeladen und bekommt dann eine Absage. Manchmal auch bevor man sich das Zimmer überhaupt ansehen konnte. Aber was soll's, ein paar Monate habe ich noch Zeit und bis dahin lasse ich es mir eben immer mal gut gehen im großen B. Das ist übrigens recht einfach. Vor allem hier in Friedrichshain, wo ich mich für ein paar Tage bei einer Freundin eingenistet habe (und am liebsten nicht mehr weg will. Ruth, deine Wohnung ist #goals) Aber an sich gilt das natürlich für ganz Berlin - dein Geld wirst du easy peasy los :D Wirklich, wenn du ein Foodie bist, ist Berlin dein Untergang. Okay, gilt auch für Klamotten. Mein Konto hat schon ziemlich Panik vor dem Umzug. Back to the Topic: ich möchte dir heute ein paar Tipps geben, solltest du dich in nächster Zeit in Berlin aufhalten und Friedrichshain erkunden wollen. Wahrscheinlich braucht es da gar nicht so viele, weil Fhain an sich einfach klasse ist (I'm so in love) und man an jeder Ecke das nächste schöne Café finden kann..

Flohmarkt auf dem Boxi
Jeden Sonntag ist auf dem Boxhagener Platz Flohmarkt! Ich liebe Flohmärkte und finde es ganz wunderbar, dass dieser tatsächlich wöchentlich stattfindet und vor allem, dass es ein ziemlich schöner und entspannter Flohmarkt ist. Man kann entspannt laufen, ohne dass stark gedrängt wird, die Leute sind gut drauf und es finden sich viele versteckte Schätze. So wie das sein muss! Vielleicht schreibe ich mal einen extra Post zu meinen Flohmarktfunden..



Frühstücken im Neumanns
Heute war ich im Café Neumann frühstücken. Die Luft war ganz angenehm, deshalb konnte ich mich raus setzen und beim Menschen beobachten meinen Kaffee genießen. Die Bedienung war super freundlich und das Omlett sehr lecker. Würde ich nochmal hin gehen :D


Brunchen im Nyom
Auch wenn es von außen nicht super fancy aussieht, es lohnt sich wirklich ins Nyom essen zu gehen! Vietnamesiche Küche wird mit Deutscher gemischt und dabei kommt ein unglaublich leckeres Büffet zum Brunchen heraus. Große Empfehlung! Die Atmosphäre ist richtig gut und das Interior gibt auch mehr her als die Fassade (;



Blumen für euch, weil sie so schön sind!


How to stay creative

Manchmal ist man einfach im Flow. Da arbeitet man an Projekten und alles läuft bestens, selbst wenn man manche Ideen wieder verwerfen und neu beginnen muss. Das ist einfach der Prozess des kreativen Arbeitens. Ein Satz von meinem Kunstlehrer aus Schulzeiten bleibt mir da immer im Gedächtnis. "Verliebe dich nicht in deine erste Idee." Und recht hat er. Manchmal muss man eine Idee erstmal weiterspinnen, größer denken und auch gar nicht realistisch bleiben. Genauso bin ich auch an meine Bewerbungsmappe für Kommunikationsdesign heran gegangen. Aber das ist eigentlich eine andere Geschichte. Heute soll es sich eher um die Frage drehen, wie man den Weg zurück in die Kreativität wieder finden kann, wenn es mal nicht so läuft oder man sich in einem Kreatief befindet.

1. Bildbände und Coffee Table Books


In den letzten Jahren haben sich bei mir einige Bildbände, oder fancy ausgedrückt, Coffee Table Books bei mir angesammelt. Bücher, in denen man einfach viel blättern und ein bisschen lesen kann. Einer meiner liebsten Bände ist Räume für Menschen, die Bücher lieben. I can totally relate to that. Auch sehr interessant und inspirerend ist The Selby, ein Buch in dem festgehalten wird wie unterschiedlich (meist kreative) Menschen wohnen, welche absurden Dinge sie sammeln oder welche Sachen ihnen am meisten bedeuten. Die Seiten sind mit liebevollen Illustrationen gespickt und machen beim Anschauen einfach Spaß. Wer Fotografie Inspiration braucht, blättert sich durch das Photo Idea Book von A Beautiful Mess und wer Interesse an Kunst hat, stöbert sich durch The Age of Collage.


2. Cafés unsicher machen



Sich einfach wieder Zeit nehmen, um sich mit Freunden in Cafés zu verabreden. Oft bringen einen Gespräche, bestimmte Themen oder gute Diskussionen weiter und regen den Kopf wieder an. Sowieso ist gerade bei Kreativmenschen der Austausch wichtig, um aus anderen Blickwinkeln sehen zu können oder sich von der eigenen Arbeit besser distanzieren zu können. Und mal ehrlich, hat ein großer Cappuccino jemals geschadet?

3. Musik entdecken


Es gibt nichts besseres als neue Musik zu entdecken! Es gibt Zeiten da merke ich, dass ich seit Ewigkeiten nur dasselbe gehört habe und neuen Input brauche. Stöbert ein bisschen bei Spotify, schaut nach welche Bands in der nächsten Zeit in eurer Nähe spielen und probiert etwas Neues aus. In letzter Zeit war ich oft auf Konzerten, ohne tatsächlich vorher die Musik der Bands gehört zu haben. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Am liebsten höre ich zurzeit:



4. Skizzenbuch oder Journal heraus kramen


Mir hilft es oft ohne großes Nachdenken zu malen oder ein bisschen zu skizzieren. Du brauchst kein super tolles Skizzenbuch, sondern ein einfaches Heft oder ein Notizbuch. Lass den Gedanken los, dass du keine Fehler machen darfst und alles perfekt werden muss. Nichts ist schlimmer als die Angst vorm ersten Strich - mal einfach darauf los! Und wenn zeichnen nicht so dein Ding ist, dann fertige ein kleines Journal an, in das du Fotos klebst, Zitate schreibst oder deinen Gedanken freien Lauf lässt.

5. Ausstellungen besuchen

Oftmals finden so viele interessante Ausstellungen statt, über die man gar nicht viel mitbekommt. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, mal online nach zu sehen was es aktuell in deiner Stadt an Ausstellungen und Veranstaltungen gibt. In Leipzig gibt es beispielsweise im Kunstkraftwerk oder in der alten Baumwollspinnerei viel Sehenswertes!

Wie findest du den Weg zurück in die Kreativität?

Und was ist sonst noch so passiert?, ein Monatsrückblick


Puh, zunächst erstmal ein herzliches Willkommen zurück auf meinem Blog! Während ich auf Instagram relativ aktiv war, bin ich blogtechnisch für einige Monate komplett verschollen. Hauptsächlich lag das an der Tatsache, dass ich knapp 3 Monate an meiner Mappe gewerkelt habe, mit der ich mich jetzt in an verschiedenen Hochschulen für Kommunikationsdesign bewerbe. Weshalb ich nach knapp einem Semester aufgehört Medienforschung zu studieren, habe ich hier schon erzählt. Weischt Bescheid. Mit meinem Zurückmelden ist gleichzeitig, wie konnte es anders sein, ein neues Layout entstanden. Ich kann es einfach nicht lassen #shameonme. Denn obwohl ich weiß, dass es eigentlich wichtigeres zu tun gibt, sitze ich letztendlich doch bis 2:00 in der Küche und verzweifle an den Codes, die alle nicht so funktionieren wollen, wie ich das will. Mein Schokoladenvorrat ist jetzt übrigens aufgebraucht. However, als leichten Einstieg gibt es heute ein kleines Throwback á la Und was ist sonst noch so passiert? Vielleicht etabliert sich das ja als monatlicher Rückblick, but no promises.


Im März war ich super spontan und entscheidungsfreudig und habe Clara meine Haare kurz schneiden lassen. Hat sie vorher auch noch nicht gemacht, hat sich aber so sehr gelohnt! Herrlich, wie viel leichter sich der Kopf gleich anfühlt. // Diese Unterhose ziert ein wunderschöner Uterus. Ein kleiner Einblick in das Projekt, an dem ich unter anderem für meine Mappe gearbeitet habe.


Zu empfehlen ist die Ausstellung Das ist kein Bild. Das ist ein Bild. im Volkspark in Halle, bei der Arbeiten von Studenten zeigen wie Text und Bild miteinander wirken. // Die letzten Materialien auf dem Spinnereigelände in Leipzig für die Eignungsprüfung besorgen.


Sonnenstrahlen und Wärme genießen. // Knapp 10 h Einungsprüfung in Halle und nicht bestanden. Well, I just gain experience.

Danach aber endlich wieder Zeit gehabt aus Spaß zu malen! // In Berlin die ersten 20°C genießen und nach Mappenabgabe ein Bewerbungsgespräch an der HTW haben. Auf das Ergebnis muss ich noch warten.

Strangers & Skyline // Die Weiße Schokolade-Kirsch-Schnecke im Zeit für Brot ist übrigens nur zu empfehlen! Immer wieder köstlich.

Habt eine schöne Restwoche!

Musik im Februar: Aurora



Bildquelle: http://eschveni.com/video/die-norwegische-woelfin

Vor einigen Wochen hat mir eine Freundin bei einem gemütlichen Abend Aurora vorgespielt. Der erste Song, den ich hörte war Murder Song. Ich saß da, fasziniert von dieser Stimme. Und diesem tollen Video. Dann kam das nächste Lied, eine andere Band und irgendwie habe ich sie wieder vergessen. Vor einiger Zeit suchte ich dann nach Musik, um für meine Bewerbungsmappe zu arbeiten und bin durch Zufall bei Aurora hängen geblieben. An ihrer zarten und doch kraftvollen Stimme, diesen wunderbaren Texten und Interpretationen.


WER SINGT?
Aurora Aksnes ist 19 Jahre und ist in Bergen, Norwegen aufgewachsen. Mit sechs Jahren hat sie angefangen Melodien zu schreiben, mit neun kamen die Texte dazu. In einem Interview erzählte sie, dass  sie ein sehr sensibles Kind war und die Musik schon sehr früh als eine Art Ventil für sich entdeckte. Die Songs schrieb sie für sich selbst und hatte nie daran gedacht sie mit anderen Menschen teilen. Bis ihre Mutter Aurora folgenden Rat gab: ‚That music that help someone should not be kept to yourself.‘ In der wunderbar aufgenommenen Kurzdokumentation über sich selbst sagt Aurora: '[…] I discovered all of my greatest weapons in life, words. And I never stopped. Music is not something you should keep for yourself. It can’t be put in a cage. Because it’s wild and alive.'

WAS?
Auroras Musik ist wie sie selbst – mhystisch, wunderschön und irgendwie aus einer anderen Welt. Ihre besondere Stimme, die wirklich und tatsächlich zart und stark ist, trifft auf pulsierende Beats und Synthie-Elemente. Und dass man sich beim bloßen Zuhören in tiefen Wäldern und Fjorden wiederfindet, ist auch nicht mehr weiter verwunderlich.

EINE KLEINE HÖRPROBE:



DIE ERWÄHNTE DOKUMENTATION:



[Quellen: https://www.youtube.com/watch?v=KoPVVeF2I1E https://www.youtube.com/watch?v=4vdBorK67tk]

Serie: where the succulents grow


Vor einigen Wochen habe ich den wunderschönen botanischen Garten der Tu Dresden für mich entdeckt. Zunächst nur mit Skizzenbuch und Federtasche bewaffnet, später dann mit einer Kamera. Weil es so unglaublich schön, hell und warm ist. Das darf man bei den winterlichen Temperaturen auf keinen Fall außer Acht lassen. Und weil ich zur Zeit wieder viel Spaß am Fotografieren und Bearbeiten habe und die liebe Hang für ihren Blog Timeless [schaut mal vorbei] auch immer mal wieder Bilder braucht, haben wir eine kleine Session im Sukkulentenhaus eingelegt. Die anderen Gewächshäuser, die der Botanische Garten zu bieten hat, sind auch sehr schön und vor allem im Tropenhaus ist es so kuschelig warm, dass man sich sofort aus von allen Zwiebelschichten befreien kann, aber das Sukkulentenhaus hat es mir dann doch mehr angetan. Aber seht selbst (:

Keine Kompromisse

Als das neue Jahr begann, stand ich, umgeben von Menschen, auf einer Anhöhe und schaute dem Feuwerk zu. Meine Freundinnen hatte ich kurz zuvor zwischen den anderen Leuten verloren, weil ich so lange in den Himmel geschaut hatte. Und für einen ganz kurzen Moment die Zeit still stand. Zumindest fühlte es sich so an. Und als die Zeiger das letzte Mal im alten Jahr auf die zwölf zeigten und das neue Jahr beginnen ließen, schossen sie in die Höhe. Die Raketen, das Feuerwerk. Und in diesem Moment gab es nichts anderes als mich und den Himmel und das Lächeln auf meinem Gesicht.

Manchmal ist das Leben einfach seltsam. Da hat mein eine grobe Richtung eingeschlagen, weiß ungefähr wie das Ziel aussieht und kommt auf einmal nicht mehr voran. Weil da ein riesiger Fels mitten auf dem Weg liegt, gekommen aus dem Nichts. Und plötzlich ist alles ganz anders. Dieser blöde Fels lässt sich weder schieben, noch anheben und versperrt einfach den ganzen Weg, dem man die ganze Zeit gefolgt ist. Und dann bleibt einem nichts anderes übrig, als kreativ zu werden und sich einen neuen Weg zu bahnen. Was oft so viel leichter gesagt, als getan ist. Zwischen Weihnachten und Neujahr sind die Tage meistens ein bisschen seltsam. Sie stehen auf der Schwelle zum neuen Jahr, sind noch erfüllt von weihnachtlicher Stimmung, ein bisschen Melancholie und Vorfreude. Für mich waren sie trotzdem ein bisschen anders. Aus einem wir wurde ein Du und ein Ich. Auch wenn ich viele private Dinge auf meinem Blog außen vor lasse, kommt es mir seltsam vor einfach wie bisher weiter zu machen. Ich schlachte mein Leben nicht online aus und lasse aller Welt daran teil haben, aber sur la lune gehört zu mir und wenn ich Texte oder Poetry Slams schreibe, die vielleicht nicht gerade über die Freuden des Lebens sind, dann wisst ihr eben Bescheid.

Eine Sache, die mir Ende 2016 klar wurde ist, dass ich mein Studium nicht fortführen möchte. Wer diesen Blog schon länger liest weiß, dass mein kleines chaotisches Herz eigentlich für Kunst und Design schlägt - und nicht für Wissenschaft und pure Theorie. Dieses Studium, Medienforchung- und praxis, ist einfach nicht das, was ich für mich möchte. Ich bin froh, dass ich mich der Entscheidung endlich gestellt habe und jetzt neue Pläne in Angriff nehme. Ich werde mich an verschiedenen Hochschulen und Unis für Kommunikationsdesign bewerben und alles geben, um das Beste aus meiner Bewerbungsmappe heraus zu holen. Das heißt ich gehe momentan nicht zur Uni und ich werde auch keine Prüfungen schreiben. Badummtss. Stattdessen nutze ich die freie Zeit, um mir einige Hochschulen anzusehen, Ausstellungen zu besuchen und, wie gesagt, an meiner Mappe zu arbeiten.

Wenn ich 2016 etwas gelernt habe, dann ist es keine Kompromisse einzugehen bei dem, was man wirklich von ganzem Herzen will. Sich nicht mit Plan B zufrieden zu geben, wenn es eigentlich einen Plan A gibt. Und sich auch nicht davon verunsichern zu lassen, welche Folgen diese Entscheidung haben könnte. Auch nicht davon, was andere Menschen davon halten könnten. Auf Lous Instagramaccount las ich neulich folgenden Spruch: "Manchmal verstehen die Menschen deinen Weg nicht. Müssen sie auch nicht. Es ist nicht ihrer." Das ist so wahr und bestärkend zugleich. Nur du selbst entscheidest, was du mit deinem Leben anfangen willst. Der riesige Felsbrocken liegt zwar immer noch meinem Weg. Aber ich stehe nicht mehr verzweifelt und ängstlich davor, sondern sehe mich nach neuen Möglichkeiten um. Und ich weiß, dass es nicht darum geht irgendwo anzukommen, " [...] weil der Weg ist das Ziel und im hier und jetzt liegt der Sinn." Manchmal darf man sich auch einfach selbst zitieren (;