Fotografie: Jasmin in Luxemburg


Ich schaue mir diese Bilder an und bin tatsächlich ein bisschen stolz. Vor einem Jahr waren wir für ein paar Tage in Luxemburg, sind mit einem Auto voller Essen, ein paar Sachen und dröhnender Musik los gefahren. Ein paar Tage vorher hatten wir uns erst ein Zimmer gebucht. In Luxemburg aßen wir das teuerste leckerste Eis, schlenderten durch kleine Gassen und fotografierten. Die Fotos habe ich gerade auf meiner Festplatte wieder gefunden und ich bin so froh über die Momente, die ich einfangen konnte. Weil sie so echt sind, das macht es irgendwie besonders. Ich fotografiere gerne Menschen, am liebsten würde ich es öfter machen, aber ganz selten sind da so ehrliche Bilder dabei. Wir waren alle müde und fertig von der langen Fahrt und zu wenig Schlaf, aber dieses bestimmte Gefühl sich einfach in ein kleines Abenteuer zu stürzen und die Tage einfach so zu leben, wie sie eben kommen würden, das war da. Zwischen Menschenmengen und ruhigen Gassen, warmen Sommertagen und lauen Nächten, der suchende Blick durch die Kamera und die Finger am Auslöser. Danke, Jasmin.


Nachhaltiger Leben: Klamotten shoppen


Ihr habt vielleicht gemerkt, dass ich mir seit einiger Zeit Gedanken darüber mache, wie ich bewusster und nachhaltiger leben kann. Das kam zum einen durch Dokumentationen, die ich mir angesehen habe, Gespräche mit Freunden und das Erkennen. Wie unnötig eigentlich dieser ganze Müll, den wir produzieren, dass es für mich nicht notwendig ist Tiere auf meine Nahrungsliste zu setzen und wie schädlich Fast Fashion ist. Ich wünschte, ich könnte von mir behaupten, dass ich seit Monaten nichts mehr in herkömmlichen Klamottenläden gekauft oder Online geordert habe. Aber so gut bin ich leider nicht und ich will euch gar nichts vormachen. 

Erschreckenderweise ist es tatsächlich so, dass ich in etwa einmal im Monat dem Online Shopping verfalle und Klamotten im Internet bestelle, die dann innerhalb von ein paar Tagen bei mir landen. Ehrlich gesagt war mir das gar nicht wirklich bewusst und erst neulich ist mir aufgefallen, dass dahinter eine Regelmäßigkeit steckt, die ich gar nicht haben möchte. Selbst, wenn ich nicht alle Sachen behalte und einen großen Teil wieder zurück schicke... ist es doch irgendwie unnötig. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich nach meinem Umzug im Oktober so viele Klamotten aussortiert habe und richtig froh war, nur noch wenige geliebte Teile zu besitzen.


Was also tun? Ich habe für mich beschlossen, es mit dem Shoppen erstmal sein zu lassen. Ich brauche nicht einmal im Monat neue Klamotten und wenn, dann stöbere ich lieber auf Flohmärkten. Zwischen altem Trödel kann man so viele schöne Sachen finden, dass man sich manchmal schon wieder zusammen reißen muss. Aber ich liebe diese entspannte Atmosphäre und ab und zu den Sonntag so richtig zu zelebrieren. Ausschlafen, leckeres Frühstück, entspannt zum Flohmarkt schlendern.

Was ich noch nicht ausprobiert habe, sind Slow Fashion Shops, also Labels, die nachhaltig und fair Mode produzieren. Bisher hatte es für mich immer den Anschein, dass viele recht teuer sind - auch wenn der Preis durch die Produktion gerecht fertigt ist, hat mich das bisher abgeschreckt. Wenn ich also doch merke, dass etwas wichtiges in meinem Kleiderschrank fehlt, dann werde ich mir mal verschiedene faire Labels anschauen.

Wie ist das bei euch? Kauft ihr viele Klamotten und habt ihr schon Slow Fashion Labels ausprobiert? Wenn ja, was könnt ihr empfehlen? Fragen über Fragen :D


Außerdem habe ich mir überlegt, dass wenn ich mal wieder profan über Outfits schreiben möchte - was ich seit, hui, 2015 nicht mehr getan habe -  eine Karma-Punkte-Regelung einführe. Ganz nach dem Prinzip von Gute Güte. Teile, die in gewöhnlichen Läden geshoppt wurden bekommen einen Minuspunkt und Teile, die vom Flohmarkt, aus Second Hand Läden kommen oder einfach weiter verschenkt wurden, bekommen einen Pluspunkt. Ich werde also versuchen nur Outfits auf dem Blog zu teilen, die mindestens 0 Punkte und höher haben. 

Karma, Baby

Top: Review (-1)
Bikini Top: Butterfly (-1)
Mom-Jeans: Flohmarkt (+1)
Budapester: wurden an mich weiter verschenkt (+1)

Karma Bilanz: 0

Nenne ich jetzt mal einen soliden Start.