I'm leaving my home town, again - ein zweiter Abschied


Es ist Zeit für einen zweiten Abschied. Und irgendwie fühlt es sich seltsam an diese Worte zu tippen. Seit dem ich nach meinen Eignungsprüfungen für Kommunikationsdesign zurück nach Leipzig - nach Hause - gezogen bin, habe ich mich langsam wieder hier eingenistet. Mein altes Zimmer hat sich meine kleine Schwester unter den Nagel gerissen und ich stand zu Beginn in einem Raum, der nicht wirklich ich war. Möbel, Sachen ... Dinge, mit denen ich mich nicht mehr identifizieren konnte. Es wäre verrückt gewesen mein Zimmer für ein halbes Jahr, in dem ich darin lebe, komplett umzugestalten. Aber mit ein paar Fundstücken, Bildern und Lichterketten fühle ich mich mittlerweile richtig wohl. Manchmal braucht es gar nicht so viel. Und es ist verrückt, wie schnell man sich gewöhnt. An einen neuen Alltag, an die Arbeit beim Praktikum, daran fast jeden Tag kreativ arbeiten zu können und wieder jede Woche die Freunde zu treffen, mit denen ich schon in der Schule zusammen saß. 

Irgendwie habe ich den letzten Monaten meine Heimatstadt nochmal richtig lieben gelernt. Im Sommer ist sowie so alles schöner, mit dem weichen Abendlicht, den Sonnenuntergängen am See... wenn man sich mit Decke und Snacks in den nächsten Park legt, im Sommerkino neben den richtigen Menschen sitzt oder einfach auf dem Dach liegt und in die Sterne schaut, auch mit dem richtigen Menschen. Ich weiß, all dass kann ich auch woanders machen. Aber dieses Heimatgefühl, das mich diesen Sommer begleitet hat, hat mich richtig glücklich gemacht. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn das Herz plötzlich ganz weit wird und man merkt, wie glücklich man gerade ist? Solche Momente.

Und jetzt breche ich meine Zelte ab. Und es geht von Dresden nach Leipzig nach Berlin. Ich freue mich unglaublich endlich in diesem Studiengang gelandet zu sein und ich kann es kaum erwarten all die neuen kreativen Menschen kennen zu lernen. Im letzten Jahr habe ich so viel gezweifelt und in Frage gestellt, was meine Zukunft betrifft, aber es ist so beruhigend zu merken, dass vielleicht doch alles aus einem bestimmten Grund passiert. Weil ich sonst nicht da stehen würde, wo ich gerade bin.

Noch einmal tief Luft holen, die letzten Kisten packen und auf geht es.

Ich freue mich auf's Ankommen.




Fotos: Marcus Fröhner

1 Kommentar

  1. ich wünsche dir eine ganz tolle zeit in berlin! :)
    liebste grüße, laura von
    http://dthreeasixyfives.blogspot.de

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über liebe Worte freue ich mich immer,
vielen Dank ♥